11. März, 2026

Märkte

Metallpreise auf Achterbahnfahrt: Sanktionen gegen Russland treiben Kurse

Metallpreise auf Achterbahnfahrt: Sanktionen gegen Russland treiben Kurse

Die Metallmärkte erleben zu Beginn der Woche turbulente Handelstage. Nachdem die Vereinigten Staaten und Großbritannien ihre Sanktionszange gegenüber Russland als Reaktion auf dessen militärische Aktionen in der Ukraine enger stellten, verzeichneten Industriemetalle deutliche Preisschwankungen an den Börsen. Aluminium und Nickel standen besonders im Fokus der Anleger, was einem zunächst deutlichen Preisanstieg gefolgt von partieller Beruhigung Raum gab.

Ein Blick auf die Zahlen: Aluminium schoss um bis zu 9,4 Prozent nach oben, bevor eine Beruhigung eintrat und der Preis mit einem Plus von etwa 1,9 Prozent auf 2540 USD/Tonne sich einpendelte. Beim strategisch nicht weniger bedeutenden Nickel zeigte sich ein ähnliches Bild: Hier stieg der Preis initial um bis zu 8,8 Prozent, um sich später auf einen Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber dem Freitagsschlusskurs zu stabilisieren, was einem Preis von 18.000 USD/Tonne entspricht.

Die Ankündigung, ab dem 13. April produzierte Metalle aus Russland nicht länger an den Leitbörsen in London und Chicago handeln zu lassen, soll laut den Finanzministerien der USA und Großbritanniens die Kriegskassen des Kremls schwächen. Russlands Exporte von Aluminium, Kupfer und Nickel in Höhe von geschätzten 40 Milliarden USD stehen dabei im Visier der Sanktionierenden.

Die wirtschaftliche Verknüpfung dieser Metalle für Russland ist bedeutend, was sich unter anderem darin widerspiegelt, dass Metalle – nach Gas und Öl – als wichtigste Exportgüter des Landes gelten. Die anscheinend bewusst eng gefassten Verbote, die Vormonatsproduktionen aussparen, sollen Marktstörungen minimieren.

Die initialen Preisanstiege könnten durch Befürchtungen um einen Angebotsengpass getrieben sein. Obwohl Russland auf dem globalen Parkett nicht die Hauptrolle spielt, ist das Land mit einem Produktionsanteil von etwa sechs Prozent bei Nickel dennoch signifikant am Welthandel beteiligt. Dass die Preissprünge nicht nachhaltig sind, könnte darauf zurückzuführen sein, dass bereits produzierte Metalle weiterhin ihren Weg in den Handel finden dürfen.