18. Februar, 2026

Politik

Merz unterstützt Steuerobergrenze: CDU setzt klare Grenzen

Bundeskanzler Friedrich Merz, ein prominentes Mitglied der CDU, hat den jüngsten Vorschlägen des Koalitionspartners SPD zu Steuererhöhungen für Spitzenverdiener und Erben eine klare Absage erteilt. In einer Stellungnahme erklärte Merz, dass die derzeitige Steuerbelastung, bestehend aus Reichensteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag, sich bereits gefährlich nahe an der 50-Prozent-Marke bewegt. Er betonte, dass eine weitere Erhöhung nicht tragbar sei und die Belastungsgrenze der Steuerzahler erreicht sei. Zur Untermauerung seiner Argumentation zog Merz den Vergleich mit einer Zitrone heran, die gänzlich ausgepresst sei, wenn sie bis zur letzten Möglichkeit genutzt werde.

Im Vorfeld des bevorstehenden CDU-Parteitages, der am kommenden Freitag eröffnet wird, steht ein neues steuerpolitisches Konzept zur Diskussion. Dieses sieht vor, die Schwelle für den Spitzensteuersatz anzuheben, um die Steuerlast für einige Einkommensgruppen zu mildern. Interessanterweise zeigt die SPD grundsätzliche Zustimmung für diesen Vorschlag, knüpft jedoch ihre Unterstützung an die Bedingung, dass im Gegenzug der Spitzensteuersatz selbst angehoben und sehr große Erbschaften stärker besteuert werden.

Merz äußerte seine Besorgnis darüber, dass eine Erhöhung der Steuerlast vor allem den Mittelstand und zahlreiche Unternehmer, die in Form von Personengesellschaften in Deutschland tätig sind, erheblich belasten könnte. Solche Unternehmen unterliegen der Einkommensteuer, und eine weitere Erhöhung der Abgaben könnte ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit maßgeblich beeinträchtigen. Darüber hinaus betonte Merz, dass eine Balance gefunden werden müsse, die sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sichert als auch eine sozial gerechte Steuerpolitik verfolgt.

Dieser Dialog über die Steuerpolitik verdeutlicht die derzeitigen Spannungen innerhalb der Regierungskoalition und wirft wichtige Fragen zur Gestaltung einer fairen und effektiven Besteuerung in Zeiten wachsender wirtschaftlicher Herausforderungen auf. Die Herausforderungen der Steuerpolitik könnten somit nicht nur die Richtung der aktuellen Regierungsarbeit bestimmen, sondern auch nachhaltig Einfluss auf die wirtschaftliche Stabilität des Landes nehmen.