Bundeskanzler Friedrich Merz von der Christlich Demokratischen Union (CDU) hat auf dem politischen Aschermittwoch in Trier energisch gegen die Reformvorschläge der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) zur Erbschaftsteuer argumentiert. Merz bezeichnete die laufende Debatte als 'verheerend' und äußerste Bedenken, dass eine erhöhte Steuerbelastung die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft unterminieren könnte.
Die aktuelle Diskussion in der SPD fokussiert sich darauf, den Freibetrag für die Vererbung von Betrieben bei fünf Millionen Euro festzulegen. Gleichzeitig sollen besonders große Unternehmens-Erbschaften einer intensiveren Besteuerung unterliegen, um mehr Steuergerechtigkeit zu schaffen. Aus der Sicht der SPD könnte dies dazu führen, dass vermögende Schichten mehr zum Steueraufkommen beitragen, während der Mittelstand entlastet wird.
Merz, der vehement gegen diese Pläne ist, spricht sich hingegen für eine strikte Trennung zwischen Privat- und Betriebsvermögen aus. Er hält es für notwendig, dass insbesondere das Betriebsvermögen steuerlich entlastet wird. Im Gegensatz dazu sollten hohe Privatvermögen stärker beleuchtet und gegebenenfalls entsprechend besteuert werden. Seiner Meinung nach stellen kleine und mittlere Unternehmen, die häufig eigentümergeführt sind, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft dar. Diese Unternehmen bilden den Großteil der Ausbildungsplätze und Beschäftigungsverhältnisse und sind daher schützenswert, damit sie ohne existenzbedrohende Steuerlasten an die nächste Generation weitergegeben werden können.
In seiner Rede betonte der Bundeskanzler auch die Auswirkungen der aktuellen Einkommensteuerregelungen. Merz wies darauf hin, dass diese nicht nur wohlhabende Individuen, sondern auch zahlreiche mittelständische Unternehmen in Deutschland betreffen. Insbesondere die Diskussion um die Erhöhung des Spitzensteuersatzes sieht er kritisch, da sie seiner Ansicht nach auch einkommensschwächere Gruppen belastet. Merz betonte: 'Wer investiert, sollte berechtigterweise einen Teil seines Einkommens behalten dürfen, um weiterhin Arbeitsplätze schaffen zu können.'