03. April, 2026

Politik

Merz am Abgrund: 84 Prozent mit Regierung unzufrieden – schwarz-rot stürzt auf historisches Tief

Nur noch 15 Prozent zufrieden – Rekordtief für jede Bundesregierung. CDU/CSU bei 26 Prozent, SPD auf zwölf Prozent abgestürzt. AfD klettert auf 25 Prozent. Schwarz-rot ohne Mehrheit. Deutsche leiden unter Steuerlast – 66 Prozent sagen: zu hoch.

Merz am Abgrund: 84 Prozent mit Regierung unzufrieden – schwarz-rot stürzt auf historisches Tief
SPD auf historischem Tiefstwert. 66 Prozent der Deutschen leiden unter Steuerlast. Schwarz-rot bei 38 Prozent. AfD auf 25 Prozent. Koalition politisch tot.

„Noch nie", schreibt die ARD, „waren so wenig Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der aktuellen Regierung zufrieden wie in dieser Woche." Laut ihrem am Mittwochabend veröffentlichten „Deutschlandtrend" geben nur noch 15 Prozent der Deutschen an, mit der Arbeit der von Bundeskanzler Friedrich Merz angeführten schwarz-roten Koalition zufrieden zu sein. Das sind zehn Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Mit 84 Prozent erklärt eine übergroße Mehrheit, mit der Bundesregierung unzufrieden zu sein.

Die Zahlen sind verheerend. Keine Bundesregierung in der Geschichte der ARD-Umfragen hatte jemals so katastrophale Werte. Merz' Koalition bricht weg, die Zustimmung erodiert, das Vertrauen schwindet. Die Union sackt auf 26 Prozent ab, die SPD stürzt auf zwölf Prozent – historischer Tiefstwert. Zusammen kommen CDU/CSU und SPD nur noch auf 38 Prozent. Das reicht nicht für eine Mehrheit. Die einstigen Volksparteien sind Geschichte.

Merz verliert acht Punkte – Klingbeil stürzt dramatisch ab

Bei den persönlichen Beliebtheitswerten rauschen auch die Protagonisten der Koalition nach unten. Mit der Arbeit des Kanzlers und CDU-Vorsitzenden sind nur noch 21 Prozent einverstanden – acht Prozentpunkte weniger als im März. Merz verliert rasant an Rückhalt, sein Ansehen bröckelt, seine Autorität schwindet.

Noch dramatischer sinkt das Ansehen der SPD-Vorsitzenden. Lars Klingbeil verliert 15 Punkte und verschlechtert sich deutlich auf einen Zufriedenheitswert von 18 Prozent. Mit Bärbel Bas sind nur noch 15 Prozent zufrieden (minus zehn Punkte). Die SPD-Spitze stürzt ins Bodenlose. Wer diese Partei noch führen will, muss masochistisch veranlagt sein.

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Schlecht bewerten die Deutschen auch die Arbeit des CSU-Vorsitzenden Markus Söder. Aber mit 27 Prozent (minus sechs Punkte) steht er unter den Parteichefs der schwarz-roten Bundesregierung noch am besten da. Söder ist der letzte Mann, der noch einigermaßen über Wasser bleibt – doch auch er sinkt.

Deutsche leiden unter Steuerlast – 66 Prozent sagen: zu hoch

Die Umfrage macht auch deutlich, wie sehr die Deutschen unter den hohen Steuern und Sozialabgaben leiden. Das geben 66 Prozent an. Nur 28 Prozent sehen die Belastung als angemessen an, und ein mageres Prozent hält sie für zu niedrig. Die Mehrheit fühlt sich vom Staat ausgenommen, abkassiert, überfordert.

Auffällig sind dabei die Alters- und Parteiunterschiede. Von den 18- bis 34-Jährigen empfinden 72 Prozent die Belastung als zu hoch – bei denjenigen, die 65 Jahre und älter sind, sind es nur noch 56 Prozent. Die Jungen spüren die Steuerlast härter, weil sie weniger verdienen, mehr zahlen und weniger zurückbekommen. Die Alten haben Rentenansprüche, Vermögen, Absicherung. Die Jungen haben Schulden, Mieten, Unsicherheit.

AfD-Wähler sind mit 87 Prozent diejenigen, die am meisten persönliche Steuern und Sozialabgaben für zu hoch halten. Auf der anderen Seite stehen die Grünen-Anhänger, die zu zwei Dritteln als einzige die eigene Belastung für angemessen halten. Die Grünen-Wähler verdienen besser, leben komfortabler, zahlen gern – solange die Politik ihren Werten entspricht.

AfD klettert auf 25 Prozent – nur noch ein Punkt hinter der Union

Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung macht sich auch bei der Sonntagsfrage bemerkbar. CDU/CSU und SPD verlieren im Vergleich zum Vormonat jeweils zwei Prozentpunkte. Die Union kommt aktuell auf 26 Prozent, die SPD auf zwölf Prozent – und damit nur noch auf Rang vier.

Die AfD legt zwei Prozentpunkte zu und wird aktuell mit 25 Prozent gemessen. Nur noch ein Prozentpunkt trennt sie von der Union. Sollte die AfD die CDU/CSU überholen, wäre das ein politisches Erdbeben. Die einstige Volkspartei, überholt von einer Partei, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Das wäre der endgültige Offenbarungseid.

Grüne und Linke verbessern sich um jeweils einen Punkt und kommen auf 14 beziehungsweise zehn Prozent. Auf das BSW und die FDP entfallen jeweils drei Prozent. Sie wären weiter nicht im Bundestag vertreten. Die sonstigen Parteien kommen auf zusammen sieben Prozent.

SPD auf historischem Tiefstwert – Union so schwach wie 2022

Das Ergebnis für die Sozialdemokraten ist aus einem anderen Grund bemerkenswert. Einen schwächeren Wert hat die Partei im ARD-„Deutschlandtrend" noch nie erhalten. Zwölf Prozent – das ist der absolute Tiefpunkt. Die SPD ist nicht mehr Volkspartei, nicht mehr Regierungspartei, nicht mehr relevant. Sie ist eine Splitterpartei mit Geschichte.

Die Union lag zuletzt vor mehr als vier Jahren, im Januar 2022, tiefer als aktuell. Damals waren es 24 Prozent. Doch damals war die CDU in der Opposition, nicht in der Regierung. Jetzt regiert sie – und verliert trotzdem. Das zeigt: Die Deutschen trauen Merz nicht zu, die Probleme zu lösen.

Schwarz-rot ohne Mehrheit – diese Koalition ist tot

Mit addiert 38 Prozent verfügen die Parteien der aktuellen Bundesregierung über keine Mehrheit. Es ist auch der tiefste jemals von Infratest dimap gemessene gemeinsame Wert für die einstigen Volksparteien. Schwarz-rot ist politisch tot. Diese Koalition hat keine Zukunft, keine Legitimation, keine Chance.

Die Frage ist nicht mehr, ob diese Regierung hält. Die Frage ist, wie lange sie noch durchhält. Merz sitzt auf einem wackelnden Stuhl, die SPD blutet aus, die Koalition zerfällt. Sollte die AfD die Union überholen, könnte der Druck so groß werden, dass Neuwahlen unvermeidbar sind.

Doch Neuwahlen würden das Problem nicht lösen. Die AfD würde vermutlich noch stärker werden, die Union weiter schrumpfen, die SPD ins Nichts fallen. Eine stabile Regierung wäre kaum zu bilden. Deutschland steuert auf politisches Chaos zu – und niemand hat einen Plan, wie das zu verhindern ist.

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