29. August, 2025

Politik

Massiver Drohnenangriff erschüttert südrussische Städte

Massiver Drohnenangriff erschüttert südrussische Städte

Ein großangelegter Drohnenangriff hat jüngst die südrussischen Städte Saratow und Engels heimgesucht, wie aus Angaben der lokalen Behörden hervorgeht. Die Regionalverwaltung berichtet von einer bislang beispiellosen Attacke, die über 30 Gebäude beschädigte. Der Gouverneur der Region, Roman Busargin, teilte über Telegram mit, dass sämtliche Rettungskräfte im Einsatz sind. Mindestens eine Frau wurde verletzt. In Engels mussten Anwohner aufgrund von Bränden auf dem dortigen Militärflugplatz evakuiert werden.

Augenzeugen schilderten in russischen Telegramkanälen, dass es in Engels zu mehreren Explosionen, unter anderem in einer Erdölraffinerie, kam. Eine offizielle Bestätigung dieser Berichte fehlt jedoch. Der Angriff zielte unter anderem auf den Militärflughafen, der in der Vergangenheit bereits mehrfach von der Ukraine anvisiert wurde. Zudem wurde der Flugbetrieb an den zivilen Flughäfen von Saratow und Engels temporär eingestellt.

Das russische Verteidigungsministerium verkündete, dass in dieser Nacht landesweit über 130 ukrainische Drohnen abgeschossen wurden, davon mehr als 50 in Saratow, 40 in Woronesch und zahlreiche weitere in den Regionen Belgorod, Rostow, Kursk, Lipezk sowie auf der Krim, die bereits 2014 von Russland annektiert wurde.

Im Gegenzug meldete die Ukraine am Morgen zehn Verletzte, darunter vier Kinder, in Kropywnyzkyj im Zentrum des Landes. Auch hier berichteten die Behörden von erheblichen Schäden an Wohngebäuden. Insgesamt verzeichnete die ukrainische Flugabwehr 171 Drohnenangriffe; davon wurden 75 abgewehrt, 63 verfehlten ihr Ziel.

Trotz der Bemühungen um eine temporäre Einstellung der Angriffe auf Energieinfrastrukturen unter Vermittlung von US-Präsident Donald Trump, bleibt die Lage angespannt. Der Minimalkompromiss umfasst nur diese spezifischen Ziele, und der Zeitpunkt seines Inkrafttretens ist noch ungewiss. Somit setzen beide Nationen ihre Drohnenschläge fort, wobei die Ukraine unverhältnismäßig stark unter den zivilen Opfern und infrastrukturellen Schäden leidet.