26. Januar, 2026

Global

Massenproteste im Iran: Bericht nennt 30.000 Tote in nur 48 Stunden

Während Teheran mauert, zitieren US-Medien Insider des Gesundheitsministeriums: Die staatliche Logistik zur Leichenbeseitigung ist offenbar kollabiert.

Massenproteste im Iran: Bericht nennt 30.000 Tote in nur 48 Stunden
Leichensäcke fehlen: Insider berichten von 30.000 Toten bei Iran-Protesten im Januar. NGOs verifizieren noch Tausende Fälle.

Insider-Berichte deuten auf einen logistischen Kollaps bei der Leichenbeseitigung hin

Die Gewalteskalation im Iran hat offenbar Dimensionen angenommen, die bisherige Schätzungen weit übertreffen. Laut Informationen des „Time-Magazin“ sollen allein im Zeitraum des 8. und 9. Januar 2026 bis zu 30.000 Menschen durch Sicherheitskräfte getötet worden sein. Diese Zahlen stützen sich auf Aussagen zweier ranghoher Beamter des iranischen Gesundheitsministeriums.

Indikator für dieses Ausmaß ist der Zusammenbruch der staatlichen Infrastruktur zur Bewältigung der Opferzahlen. Den Berichten zufolge sind die Vorräte an Leichensäcken erschöpft. Statt regulärer Ambulanzfahrzeuge müssen mittlerweile Lastwagen-Sattelauflieger für den Abtransport der Leichen eingesetzt werden.

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Diskrepanzen zwischen NGO-Daten und Insidern resultieren aus der Informationsblockade

Die Verifizierung dieser Zahlen gestaltet sich aufgrund massiver staatlicher Zensur als äußerst komplex. Seit drei Wochen erschweren Internetabschaltungen und gezielte Netzstörungen den Datenabfluss. Dies führt zu erheblichen Abweichungen zwischen Insider-Berichten und extern verifizierbaren Daten.

Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA, operierend aus den USA, meldet derzeit 5.495 bestätigte Todesopfer, darunter 5.149 Demonstranten. Allerdings prüft die Organisation parallel 17.031 weitere Verdachtsfälle. Zusätzlich wurden 7.403 Schwerverletzte und 40.887 Festnahmen dokumentiert.

Die Ursachenforschung offenbart eine tiefe ökonomische Zerrüttung des Regimes

Teheran versucht indes, die Deutungshoheit zurückzugewinnen. Offiziell spricht das Regime von 3.117 Toten und schreibt über 2.400 dieser Opfer „terroristischen Aktivitäten“ zu. Der iranische Botschafter in Genf beschuldigte ohne Vorlage unabhängiger Belege die USA und Israel als Drahtzieher.

Analytisch betrachtet liegen die Wurzeln der Unruhen jedoch in der Binnenökonomie. Auslöser der seit Ende Dezember anhaltenden Protestwelle ist eine schwere Wirtschaftskrise, die zunächst Händler auf die Straße trieb, bevor die Situation in den Metropolen eskalierte.

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