Eine alte Rivalität unter den Tech-Giganten Elon Musk und Sam Altman flammt wieder auf und erreicht den Gerichtssaal. Elon Musk hat OpenAI verklagt, um die Umwandlung des einst gemeinnützigen Forschungsinstituts zu einem profitorientierten Unternehmen zu stoppen. Dies geschieht, nachdem Musk als früher Investor und Aufsichtsratsmitglied der Organisation agierte, die sich der Förderung des öffentlichen Interesses verschrieben hatte.
In der jüngsten Eskalation der sieben Jahre andauernden Auseinandersetzung fordert Musk nun per Gericht, die Wandlung von OpenAI in ein gewinnorientiertes Unternehmen zu unterbinden. Musk wirft OpenAI — gemeinsam mit dem tech-Riesen Microsoft — vor, seine Spenden auszunutzen, um ein monopolartiges Geschäftsmodell aufzubauen, das auch seine eigene aufstrebende KI-Firma xAI bedrohe.
OpenAI wird diese Vorwürfe jedoch mit einem eigenen Antrag entkräften und warnt davor, dass Musks Maßnahmen die Mission der Organisation massiv beeinträchtigen könnten. Die finale Entscheidung in diesem Fall wird vor einer US-Bundesrichterin im Januar erwartet.
Der Hintergrund dieser Auseinandersetzung liegt in einem internen Machtkampf von 2017, als Altman OpenAI's CEO wurde — eine Rolle, die Elon Musk ebenfalls anstrebte, was durch interne E-Mails ans Licht kam. Musks Befürchtungen über die Gefahren künstlicher Intelligenz für die Menschheit sind weithin bekannt, da er bereits frühzeitig mahnte, dass fortgeschrittene KI-Formen eine Bedrohung darstellen könnten.
Nachdem Altman im letzten Jahr vorübergehend entlassen und kurz darauf wieder eingesetzt wurde, haben E-Mails aus vergangenen Verhandlungen gezeigt, dass die Mitbegründer Ilya Sutskever und Greg Brockman Besorgnis über Power-Dynamiken und Motive innerhalb der Führungsetage äußerten. Musk wird darin erwähnt, dass er eine zu weitreichende Kontrolle über das ambitionierte Ziel einer besser-als-menschlichen KI, bekannt als Artificial General Intelligence (AGI), anstrebe.