27. Januar, 2026

Wirtschaft

LVMH meldet Umsatz- und Gewinnrückgang aufgrund wirtschaftlicher Herausforderungen und Handelskonflikten.

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr zurück, in dem sowohl der Umsatz als auch der Gewinn rückläufig waren. Ursache hierfür war ein anspruchsvolles wirtschaftliches Umfeld, das insbesondere in der zweiten Jahreshälfte spürbar wurde. Wie das Unternehmen nach Börsenschluss in Paris mitteilte, war vor allem in Europa eine rückläufige Nachfrage zu verzeichnen. Des Weiteren beeinträchtigten internationale Handelskonflikte in bedeutenden Märkten wie China und den USA die Konsumlaune, was sich insbesondere negativ auf das Wein- und Spirituosengeschäft, einschließlich der renommierten Cognac-Sparte, auswirkte.

Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete LVMH einen Umsatzrückgang von fünf Prozent, der nun knapp 81 Milliarden Euro beträgt. Dabei spielte der starke Euro ebenfalls eine bedeutende Rolle. Bereinigt um Wechselkursschwankungen und Portfolioveränderungen zeigt sich ein vergleichsweise moderater Umsatzrückgang von einem Prozent. Trotz dieser Herausforderungen konnte im vierten Quartal ein leichtes organisches Wachstum von ebenfalls einem Prozent erzielt werden. Abseits von Weinen und Spirituosen verzeichneten auch die Mode- und Ledersparten eine sinkende Umsatzentwicklung.

Das bereinigte operative Ergebnis von LVMH sank um neun Prozent auf rund 17,8 Milliarden Euro. Besonders betroffen waren das Spirituosengeschäft sowie das Mode- und Ledersegment, die jeweils zweistellige prozentuale Einbußen hinnehmen mussten. Der Gesamtnettogewinn verringerte sich um 13 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro. Ungeachtet dieser Herausforderungen plant LVMH, seinen Aktionären eine Dividende von insgesamt 13 Euro je Aktie auszuschütten, wovon bereits eine Zwischendividende von 5,50 Euro ausgezahlt wurde.

Mit Blick auf das kommende Jahr zeigt sich das Management von LVMH optimistisch, äußerte jedoch keine konkreten Prognosen. Nachbörslich verzeichnete die LVMH-Aktie zunächst Kursgewinne, bevor sie ins Minus drehte und auf der Handelsplattform Tradegate 1,2 Prozent niedriger schloss. Analysten und Investoren werden nun aufmerksam die strategischen Maßnahmen des Unternehmens verfolgen, die zur Stabilisierung und Stärkung der Marktposition von LVMH beitragen sollen.