23. Januar, 2026

Wirtschaft

Liquidation des Autovermieters Starcar: Keine Übernahmeinteressenten gefunden

Die Insolvenz des Hamburger Autovermieters Starcar sowie seiner Tochtergesellschaften führt zu einer umfassenden Auflösung der gesamten Unternehmensgruppe. Insolvenzverwalter Christoph Morgen erklärte, dass es weder aus der Branche heraus noch vonseiten von Finanzinvestoren genügend Interesse für eine Übernahme des Unternehmens gab. Aus diesem Grund wird der Geschäftsbetrieb der Starcar-Gruppe vollständig eingestellt. Einst zählte das Unternehmen 615 Vollzeitkräfte, während derzeit nur noch etwa 170 Mitarbeiter beschäftigt sind, die mit der Verwertung der vorhandenen 10.000 Fahrzeuge beauftragt sind.

Die im Oktober 2025 angemeldete Insolvenz bedeutet das Ende eines der einst führenden Mobilitätsanbieter Deutschlands. Starcar war mit zahlreichen Filialstandorten in der gesamten Bundesrepublik präsent und galt lange als ein bedeutender Akteur im Bereich der Autovermietung. Der derzeitige Markt für Autovermietungen in Deutschland jedoch, so Morgen, ist von etlichen Herausforderungen geprägt, was den Spielraum für potenzielle Investoren zur Fortführung des Unternehmens oder Teilen davon erheblich einschränkt.

Die verbleibenden Fahrzeuge werden ausschließlich über den Automobilhandel abgewickelt und gleichzeitig laufen Rückgaben an Leasinggeber und andere Partner in vollem Umfang. Die 23 weiterhin in Betrieb befindlichen Standorte dienen dabei als Annahmestellen für die Fahrzeuge. In diesem kritischen Kontext der Insolvenz warnt Insolvenzverwalter Morgen explizit vor betrügerischen E-Mails, die gezielt versuchen, die Situation auszunutzen. Diese E-Mails haben es darauf abgesehen, durch falsche Angaben an personenbezogene Daten zu gelangen oder unrechtmäßige Zahlungen einzufordern.

Es wird dringend empfohlen, jede elektronische Kommunikation genau zu überprüfen und im Zweifelsfall keine Zahlungen zu leisten. Angesichts dieser Entwicklungen bleibt es wichtig, weiterhin wachsam zu sein, um keine Opfer solcher betrügerischen Machenschaften zu werden, die oftmals in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit zunehmen. Die gesammelte Erfahrung zeigt, dass ein umsichtiges Vorgehen entscheidend ist, um sich gegen derartige Angriffe zu schützen.