Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Dezember überraschend verschlechtert. Das Ifo-Geschäftsklima fiel zum Vormonat um 0,8 Punkte auf 86,4 Zähler, wie das renommierte Ifo-Institut am Montag in München mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg des wichtigsten Frühindikators für die deutsche Wirtschaft gerechnet. Im Schnitt wurden 87,7 Punkte erwartet.
Die rund 9000 befragten Unternehmen bewerten sowohl die aktuelle Lage als auch die Erwartungen an die künftigen Geschäfte ungünstiger. Die Konjunktur bleibt auch in der Weihnachtszeit schwach, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Besonders betroffen von der negativen Stimmung sind die Branchen Industrie, Handel und Bau. Hier hat sich das Geschäftsklima jeweils eingetrübt.
Für einen kleinen Lichtblick sorgt jedoch der Dienstleistungssektor. Hier hat sich die Stimmung leicht aufgehellt. Eine genaue Analyse der Gründe ist noch ausstehend, jedoch wird vermutet, dass die aktuellen Corona-Beschränkungen weniger Einfluss auf den Dienstleistungssektor haben als auf die anderen Branchen.
Die Nachricht von der verschlechterten Stimmung in der deutschen Wirtschaft trifft die Märkte überraschend. Der DAX notierte zeitweise leicht im Minus. Experten gehen davon aus, dass sich die konjunkturelle Erholung in Deutschland weiter verzögern wird.
Für Anleger ist es interessant zu wissen, welche Unternehmen an der Börse besonders betroffen sein könnten. Hier eine Stichpunkliste von Aktiennamen: Volkswagen, Siemens, Adidas, Deutsche Telekom, BMW, Allianz, BASF, Fresenius, SAP, EON, Deutsche Bank.