29. April, 2026

Wirtschaft

Lego-Bausteine – Von der Holzwerkstatt zur globalen Erfolgsgeschichte

Lego-Bausteine – Von der Holzwerkstatt zur globalen Erfolgsgeschichte

Die Wandlung von Lego vom kleinen dänischen Holzspielzeughersteller zu einem weltweit führenden Unternehmen der Spielzeugindustrie ist eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte. Aktuell zieht die Wanderausstellung "The Art of the Brick" des ehemaligen Anwalts Nathan Sawaya in Berlin die Massen an. Sawayas Kunstwerke, darunter eine aus Legosteinen gefertigter T-Rex, zeigen eindrucksvoll, was mit den bunten Bausteinen möglich ist.

In der Vergangenheit hatte Lego jedoch Sawayas Kreativität mit einer Unterlassungsanordnung gebremst, bevor er offiziell zum "Lego Certified Professional" ernannt wurde. Die Kontrolle über die Kultsteine behält die Firma weiterhin im Blick. Lego's Engagement für den Markenschutz wurde erst kürzlich durch einen Gerichtsbeschluss gegen ein deutsches Unternehmen bestätigt.

Unter Niels Christiansens Führung als CEO treibt Lego nachhaltige Innovationen voran. Die Plastikbausteine, die einst den Erfolg sicherten, sollen bis 2032 aus nachhaltigen Materialien bestehen. Obwohl der Umstieg auf erneuerbare Kunststoffe teurer ist, ist man bereit, diese Kosten zu schlucken, um langfristig preiswerter zu produzieren und die CO2-Bilanz drastisch zu senken.

Lego steht vor der Herausforderung, im digitalen Zeitalter relevant zu bleiben. Doch mit einer Partnerschaft mit Epic Games hofft man auf neue digitale Erlebniswelten. Zugleich floriert das Unternehmen weiterhin in seinem Kerngeschäft: Mit einer Verzehnfachung des Umsatzes in den letzten zwei Jahrzehnten überholte Lego als umsatzstärkster Spielzeughersteller die Konkurrenten Mattel und Hasbro.

Die familiengeführte Unternehmensstruktur erlaubt es Lego, langfristig zu planen. So soll bis 2050 volle Klimaneutralität erreicht werden – ein ambitioniertes Ziel, das die künftigen Generationen und Lego-Enthusiasten gleichermaßen glücklich machen dürfte.