Land Securities hat sich entschieden, £490 Millionen für einen Mehrheitsanteil am Einkaufszentrum Liverpool One zu zahlen und setzt damit ein klares Zeichen für die Zukunft des stationären Einzelhandels. Die Anteile stammen von der Abu Dhabi Investment Authority sowie dem traditionsreichen Immobilienunternehmen Grosvenor, das weiterhin die Verwaltung des Zentrums übernimmt.
Mark Allan, CEO von Landsec, sieht in großen Einkaufszentren wie Liverpool One ein beträchtliches Potenzial, den Rückzug des stationären Einzelhandels zu überwinden, der durch den Aufstieg des Online-Shoppings schwer erschüttert wurde. Er ist überzeugt, dass die Talsohle erreicht ist und nun eine Phase der Erholung und Wertsteigerung bevorsteht.
Mit dem neuen Deal kontrolliert Landsec nun sieben der 30 bedeutendsten Shopping-Center in Großbritannien. Allan betont, dass dies die gewünschten Standorte für viele Einzelhändler sind. Er verweist darauf, dass der Bau neuer Einkaufszentren gegenwärtig teurer sei als der aktuelle Wert bestehender Anlagen, was die Attraktivität und den Wertzuwachs der bestehenden Zentren fördern könnte.
Liverpool One, im Herzen von Liverpools Stadtzentrum gelegen, zieht jährlich 22 Millionen Besucher an. Ein Teilausgleich von £35 Millionen an die ADIA wird für zwei Jahre aufgeschoben, und mögliche weitere Zahlungen hängen von der künftigen Leistung der Immobilie ab. Dies ist ein strategischer Schritt zur Stärkung von Landsecs Position im Einzelhandelssektor. Bereits im Juni hatte das Unternehmen eine bedeutende Beteiligung am Bluewater Shopping Centre in Kent von GIC erworben. Dieser Schritt verstärkt Landsecs Engagement, obgleich der Wert solcher Einkaufszentren im letzten Jahrzehnt spürbar gesunken ist.
Dennoch verzeichnete das Unternehmen zuletzt eine Wertsteigerung seiner Shopping-Center-Investitionen von 4,2 Prozent. Landsec fokussiert seine Portfoliodiversifikation zunehmend auf den Einzelhandel und moderne Büroentwicklungen, unter anderem durch den Verkauf nicht-strategischer Vermögenswerte wie Hotels im Wert von £400 Millionen in diesem Jahr.