Der italienische Sportwagenhersteller Lamborghini nimmt sich Zeit für die nächste große Revolution auf dem Automobilmarkt. CEO Stephan Winkelmann verkündete, dass das Unternehmen plant, sein erstes vollelektrisches Modell erst 2029 zu präsentieren. Der einst für 2028 geplante Starttermin wurde verschoben, da der Luxus-Sportwagenmarkt seiner Meinung nach noch nicht reif für die umfassende Elektrifizierung ist. Diese Entscheidung fällt inmitten einer Branche im Wandel. Der Übergang zu Elektrofahrzeugen ist herausfordernd, nicht zuletzt wegen des direkten Wettbewerbs innerhalb Italiens: Lamborghini folgt einem anderen Zeitplan als Ferrari, das bereits nächstes Jahr sein erstes Elektrofahrzeug vorstellen will. Winkelmann betont, dass Lamborghini das Tempo bei der Umstellung auf Elektroantrieb bewusst gedrosselt habe, um sowohl Marktbedingungen als auch regulatorische Entwicklungen zu berücksichtigen. Insbesondere die Überprüfung des EU-Verbots für neue Verbrennungsmotoren ab 2035 wirft Unsicherheiten auf. Für Lamborghini ist 2029 keineswegs zu spät, um ein Elektroauto einzuführen, wie Winkelmann klarstellt. Inzwischen setzt Lamborghini weiterhin auf Hybridmodelle. Die aktuelle Produktpalette, die in diesem Jahr eingeführt wurde, umfasst den Urus SE SUV, den Revuelto und den neuen Temerario, die allesamt mit Preisen über 300.000 Euro exklusiv der Mehrwertsteuer aufwarten. Meist liegt der Fokus auf diesen leistungsstarken Hybriden, während eine Abspaltung von der Volkswagen-Gruppe derzeit nicht auf dem Programm steht. Zudem bekräftigt Winkelmann Lamborghinis unerschütterliches Bekenntnis zur Fertigung in Italien, besonders am Standort Sant'Agata Bolognese. Ein Lamborghini "Made in Italy" bleibt unerlässlich, betont er, und schiebt potenzielle US-Zölle auf europäische Waren diskussionslos beiseite.
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Lamborghini verschiebt Elektroauto-Start auf 2029: Luxus trifft auf zukünftige Mobilität