14. März, 2026

Politik

Kritik aus Israel: UNRWA-Studie unterschätzt Hamas-Einfluss

Kritik aus Israel: UNRWA-Studie unterschätzt Hamas-Einfluss

In einer aktuellen Entgegnung des israelischen Außenministeriums wird einem Untersuchungsbericht zum Palästinenserhilfswerk UNRWA vorgeworfen, das Ausmaß der Hamas-Infiltration zu vernachlässigen. Die schriftliche Stellungnahme, abgegeben über die Online-Plattform X, moniert die mangelhafte Anerkennung der Schwere und Tragweite des Problems durch die Studie, die von der ehemaligen französischen Außenministerin Catherine Colonna geleitet wurde. Während der Bericht die Etablierung 'robuster' Kontrollmechanismen zur Sicherung der Neutralität durch UNRWA positiv hervorhebt, stellt das israelische Außenministerium klar, dass der Report als Ausweichversuch anzusehen sei, da er keine direkte Konfrontation mit dem Problem biete und entscheidende Beweisführungen Israels nicht anerkenne.

Diese Debatte gewann an Brisanz, nachdem zu Jahresbeginn Vorwürfe laut wurden, zwölf UNRWA-Mitarbeitende hätten in Terrorakte der Hamas vom 7. Oktober involviert sein können. Das führte zu Entlassungen durch das Hilfswerk sowie zu einer Zahlungsaussetzung bedeutender Förderländer, darunter die USA, Deutschland und die Europäische Union.

Weiter geht das Außenministerium Israels mit dem Vorwurf, dass eine scharfe Trennlinie zwischen den Aktivitäten von UNRWA und Hamas nicht mehr erkennbar sei – ein Argument, das laut dem Expertenbericht bisher unbewiesen ist. Die Berichterstatter empfehlen indes verstärkte Überprüfungen der Mitarbeitenden, Schutzmaßnahmen gegen militärische Missbräuche und eine Überarbeitung des Lehrmaterials in UNRWA-Schulen. Das israelische Ministerium kritisiert solche Maßnahmen jedoch als 'kosmetische Lösungen' und appelliert an die Geberländer, ihre Finanzhilfen neu zu orientieren, da UNRWA nicht als Teil der Lösung für die Problematik in Gaza betrachtet werden könne, weder gegenwärtig noch zukünftig.