Die Bundesregierung plant, die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes auf zwei Jahre zu verlängern, um die angespannte Lage beim Volkswagenkonzern zu entschärfen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil betont die Bedeutung dieser Maßnahme, die helfen soll, die Arbeitsplätze bei VW zu sichern und die Standorte zu erhalten. Weiterhin solle die Verlängerung betriebsbedingte Kündigungen vermeiden und für die notwendige Zukunftsinvestitionen im Konzern sorgen. Diese Initiative ist Teil einer aktiven Wirtschafts- und Industriepolitik, die der Staat unterstützend begleitet.
Heil kündigte an, dass das Kabinett bereits am kommenden Mittwoch über die neuen Kurzarbeitsregeln entscheiden werde. Das Ziel sei es, mittels dieser Verlängerung Beschäftigungssicherheit zu gewährleisten und eine Brücke über wirtschaftlich schwierige Zeiten zu schlagen. Dies scheint auch dringend nötig, da die Konzernführung von Volkswagen Gehaltseinbußen um zehn Prozent und Zulagenstreichungen fordert, sowie Standorte und Arbeitsplätze zur Disposition stellt.
Die IG Metall zeigt sich erfreut über die geplante Maßnahme der Regierung. Christiane Benner, Vorsitzende der Gewerkschaft, betont, dass diese Verlängerung der Bezugsdauer in der aktuellen wirtschaftlichen Flaute den Beschäftigten ein Stück Sicherheit geben kann. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass dies allein nicht ausreiche, um die drohende Krise zu verhindern. Hans-Jürgen Urban von der IG Metall fordert, dass Unternehmen selbst aktiv werden und zukunftsorientierte Produkte entwickeln, um Massenentlassungen vorzubeugen.