Die Citigroup bereitet sich auf eine weitere, signifikante Runde von Stellenstreichungen vor. Exklusive Informationen bestätigen, dass im März 2026 – unmittelbar nach Auszahlung der Jahresboni – zahlreiche Kündigungen ausgesprochen werden sollen. Dies folgt auf eine bereits im Januar durchgeführte Reduktion von rund 1.000 Arbeitsplätzen.
Insider berichten, dass der Fokus dieser Maßnahme explizit auf der Senior-Ebene liegt. Betroffen sind vor allem Managing Directors und leitende Angestellte quer durch verschiedene Geschäftsbereiche. Die Bank zielt damit auf kostspielige Personalstrukturen ab, um die Effizienz weiter zu steigern.

Einige Führungskräfte wurden bereits intern versetzt, um Positionen vor dem offiziellen Headcount-Freeze zu sichern. Die Diskretion, mit der diese Maßnahmen aktuell vorbereitet werden, deutet auf einen gezielten Umbau der Hierarchie hin, der sich von den breiter angelegten Massenentlassungen der Jahre 2023 und 2024 unterscheidet.
CEO Jane Fraser setzt ihren radikalen Umbauplan ohne Rücksicht auf Verluste fort
Jane Fraser, die seit 2021 als CEO fungiert und im Oktober 2025 zusätzlich zur Vorstandsvorsitzenden (Chair of the Board) gewählt wurde, treibt ihre Restrukturierungsagenda aggressiv voran. Ihr Ziel ist die Beseitigung regulatorischer Mängel und die Schließung der Profitabilitätslücke zu Wettbewerbern.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Finanzvorstand Mark Mason bestätigte, dass die Belegschaft von 240.000 Mitarbeitern im Jahr 2022 auf 226.000 zum Ende des letzten Jahres geschrumpft ist. Allein im vergangenen Jahr verbuchte die Bank Abfindungsaufwendungen in Höhe von 800 Millionen US-Dollar.
Mason betonte in einem Analysten-Call, dass der Trend zur Personalreduzierung anhalten werde. Das Management prüft kontinuierlich die Kostenbasis, wobei Technologie-Effizienzen und der Verkauf von Unternehmensteilen als Hebel genutzt werden, um das angestrebte „Target State“ der Transformation zu erreichen.

Der harte Sanierungskurs wird vom Kapitalmarkt und den Regulierungsbehörden belohnt
Trotz der internen Unruhen validiert der Markt Frasers Strategie. Die Citigroup-Aktie verzeichnete im Jahr 2025 einen massiven Anstieg von 65,8 Prozent und übertraf damit sowohl direkte Konkurrenten als auch den breiteren Bankenindex deutlich. Zusätzlich führte die Bank im Vorjahr Aktienrückkäufe im Volumen von 13,25 Milliarden US-Dollar durch.
Auch auf regulatorischer Ebene zeigen sich Erfolge. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat Rügen bezüglich des Risikomanagements im Handelsgeschäft geschlossen. Zudem zog das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) eine Verschärfung der Auflagen aus dem Jahr 2024 zurück.
Für Fraser zahlte sich der Kurs auch persönlich aus: Sie erhielt eine einmalige Aktienprämie in Höhe von 25 Millionen US-Dollar für die Fortschritte bei der Umsetzung ihres Turnaround-Plans.

