10. März, 2026

Märkte

Krieg und Öl-Schock vernichten Jahresgewinne – Anleger in Panik

Der Iran-Konflikt und enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten schicken die Wall Street auf Talfahrt. Der Ölpreis explodiert.

Krieg und Öl-Schock vernichten Jahresgewinne – Anleger in Panik
Der Ölpreis steigt rasant auf über 90 Dollar. Analysten fürchten die 100-Dollar-Marke wegen der Blockade von Hormus.

Der Dow Jones verzeichnet die schwächste Handelswoche seit fast einem Jahr

Die Eskalation im Nahen Osten hat die US-Börsen mit voller Wucht getroffen. Der anhaltende Krieg im Iran sorgt für massive Verunsicherung an der Wall Street, was sich in drastischen Kursverlusten niederschlägt. Seit Ausbruch des Konflikts hat der Dow Jones Industrial Average mehr als drei Prozent seines Wertes eingebüßt.

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Dies markiert die schlechteste Handelswoche seit April des vergangenen Jahres, als US-Präsident Donald Trump weltweite Zölle ankündigte. Am Freitag gab der Leitindex erneut um 0,9 Prozent nach. Die Nervosität ist greifbar, da geopolitische Risiken nun direkt auf die Unternehmensbewertungen durchschlagen.

Besonders bitter ist die Bilanz für den breit gefassten S&P 500. Der Index beendete die Woche mit einem Minus von zwei Prozent. Damit wurden sämtliche Gewinne, die im laufenden Jahr mühsam aufgebaut wurden, innerhalb weniger Tage vollständig vernichtet. Auch der technologiegetriebene Nasdaq verlor seit Kriegsbeginn 1,2 Prozent.

Die Blockade der Straße von Hormus treibt den Ölpreis in historische Höhen

Der zentrale Treiber der Angst ist die Entwicklung am Rohstoffmarkt. Der Ölpreis ist auf über 90 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Ursächlich hierfür ist die militärische Blockade der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Schlagadern für den globalen Ölhandel.

Allein in der ersten Woche des Konflikts kletterte der Ölpreis um 35 Prozent nach oben. Eine derartige Preisexplosion innerhalb einer einzigen Woche wurde zuletzt im Jahr 1983 verzeichnet. Diese Entwicklung schürt Inflationsängste und bedroht die Margen vieler Industriezweige.

„Sollte die Meerenge von Hormus auch in der kommenden Woche weiter für Öltanker unpassierbar sein, könnte die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar pro Barrel überschritten werden“, so die Befürchtung führender Analysten.

Enttäuschende Arbeitsmarktdaten verschärfen die Krise an der Wall Street zusätzlich

Neben den geopolitischen Spannungen belasten fundamentale ökonomische Daten die Stimmung der Investoren. Der US-Arbeitsmarkt sendete im Februar ein fatales Signal: Es wurden mehr als 90.000 Arbeitsplätze abgebaut.

Diese Kombination aus steigenden Energiekosten und einer schwächelnden Konjunktur setzt die Märkte in einen Zangengriff. Händler an der New Yorker Börse agieren im Krisenmodus, während auch der deutsche DAX unter dem Druck des hohen Ölpreises Erholungsversuche immer wieder abbrechen muss.

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