01. Januar, 2026

Wirtschaft

Krankenkassen erhöhen Zusatzbeiträge zu Jahresbeginn

Zum Jahreswechsel 2023/2024 haben 42 von insgesamt 93 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland ihre Zusatzbeiträge angepasst. Diese Anpassungen führten zu einem durchschnittlichen Anstieg der Zusatzbeiträge auf 3,36 Prozent, wie aus den aktuellen Statistiken des Spitzenverbandes der Krankenkassen hervorgeht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Erhöhung um 0,23 Prozentpunkte von den zuvor verzeichneten 3,13 Prozent.

Zusammen mit dem einheitlichen allgemeinen Krankenkassenbeitragssatz von 14,6 Prozent, der für alle gesetzlichen Krankenkassen gilt, stellen die Zusatzbeiträge einen wesentlichen Bestandteil der Gesamtkosten für die Versicherten dar. Die individuelle Festsetzung der Zusatzbeiträge durch die einzelnen Krankenkassen fördert den Wettbewerb in der Branche. Dadurch hat jede Kasse die Möglichkeit, eigenständig über das Ausmaß einer Beitragserhöhung zu entscheiden. Bei einer solchen Erhöhung ist es verpflichtend, die Versicherten schriftlich im Voraus zu informieren, wobei diesen im Falle einer Beitragserhöhung ein Sonderkündigungsrecht zusteht.

Die aktuelle Spannweite der Zusatzbeiträge zeigt erhebliche Unterschiede und reicht von 2,18 Prozent bis hin zu 4,39 Prozent. Während 48 Krankenkassen beschlossen haben, ihre Beiträge auf dem bisherigen Niveau zu halten, haben zwei Kassen ihre Zusatzbeiträge sogar gesenkt. Bemerkenswert ist zudem, dass sich die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland von 94 auf 93 verringert hat. Dies ist das Ergebnis einer Fusion zwischen der Siemens-Betriebskrankenkasse und der BKK Voralb, einem Zusammenschluss, der auf den aktuellen Trend zu Konsolidierungen im Gesundheitswesen zurückgeführt werden kann.

Diese Entwicklungen spiegeln zum einen den fortdauernden Druck auf das deutsche Gesundheitssystem wider, resultierend aus dem demografischen Wandel und steigenden Gesundheitsausgaben. Zum anderen verdeutlichen sie die beständige Suche der Krankenkassen nach Effizienz und Kosteneffektivität, um ihre Attraktivität im Wettbewerb zu wahren und ihren Mitgliedern zukunftsfähige Leistungen zu bieten.