02. Januar, 2026

Wirtschaft

Kraftstoffpreise mit deutlichen Erhöhungen zum Jahresbeginn

Der Beginn des Jahres 2026 markiert einen signifikanten Anstieg der Kraftstoffpreise in Deutschland. Wie aus den aktuellen Daten des Allgemeinen Deutschen Automobil-Clubs (ADAC) hervorgeht, sind sowohl Benzin- als auch Dieselpreise am ersten Tag des Jahres spürbar gestiegen. Der bundesweite Tagesdurchschnittspreis für einen Liter Super E10 kletterte auf 1,709 Euro, was einem Anstieg von 3,4 Cent im Vergleich zum letzten Tag des Vorjahres entspricht. Auch Diesel verzeichnete einen deutlichen Preissprung von 4 Cent, wodurch der Preis auf 1,658 Euro pro Liter anstieg.

Die Einführung der CO2-Bepreisung wird als wesentlicher Faktor für diesen Preisanstieg identifiziert, denn sie verursacht Kosten von bis zu 3 Cent pro Liter. Betrachtet man jedoch die Preisentwicklung im Vergleich zum 29. Dezember, zeigt sich eine noch markantere Erhöhung: Super E10 stieg um 5,4 Cent, während Diesel einen Anstieg von 6 Cent verzeichnete. Dies deutet darauf hin, dass die Preissteigerungen bereits vor dem Jahreswechsel begonnen hatten, was durch Marktprognosen und Spekulationen über weitere internationale Entwicklungen befeuert wurde.

Das Jahr 2025 war trotz eines gewissen Preisrückgangs eines der kostenintensivsten für Autofahrer. Der durchschnittliche Jahrespreis für Super E10 lag bei 1,688 Euro, während Diesel bei 1,611 Euro notierte. Obwohl diese Preise im Vergleich zum Vorjahresniveau gesunken sind, bleiben sie auf einem hohen Niveau im Vergleich zu früheren Jahren. Der Ausbruch des Ukraine-Konflikts im Jahr 2022 hatte zuvor die Kraftstoffpreise auf historische Höchststände getrieben und wirkt noch immer nach.

In Anbetracht der anhaltend volatilen internationalen Lage bleibt die Vorhersage der Preisentwicklung eine Herausforderung. Während der Winter eine gewisse Entlastung bei den Dieselpreisen bringen könnte, bleiben die Möglichkeiten für substanzielle Preisnachlässe begrenzt. Ein weiterer Rückgang des Ölpreises würde das Fracking unrentabel machen, was potenzielle Risiken für die globale Versorgung nach sich ziehen könnte. Trotz der Unsicherheiten auf den internationalen Märkten bleibt die Nachfrage aufgrund der globalen wirtschaftlichen Schwäche verhalten. Vor diesem Hintergrund scheint ein weitgehend stabiler Preisverlauf für die kommenden Monate am wahrscheinlichsten.

Der ADAC rät Autofahrern, um die Kraftstoffkosten zu reduzieren, vorzugsweise in den Abendstunden zu tanken, wenn die Preise in der Regel niedriger sind. Obwohl Super E10 als kostengünstigere und umweltfreundlichere Alternative gilt, bleibt seine Akzeptanz bei den Verbrauchern gering. Praktisch alle modernen Fahrzeuge können E10 ohne Probleme nutzen, jedoch halten sich hartnäckig unbegründete Bedenken seitens der Autofahrer. Im Jahr 2025 hatte E10 dennoch nur einen Marktanteil von 28,2 Prozent, während Super E5 weiterhin den Markt dominierte.