17. März, 2026

Märkte

Korrektur bei Rüstungstiteln: Rheinmetall-Aktien nach Rekordlauf im Sinkflug

Korrektur bei Rüstungstiteln: Rheinmetall-Aktien nach Rekordlauf im Sinkflug

Nach einer beeindruckenden Rally sahen sich die Aktien deutscher Rüstungsunternehmen am Dienstag verstärkten Gewinnmitnahmen ausgesetzt, die zu einem bemerkenswerten Rückgang führten – besonders auffällig war der Einbruch bei Rheinmetall. Der Kurs des Unternehmens verlor vorübergehend deutlich an Wert und brach in den zweistelligen Prozentbereich ein. Dieser Rückgang markierte eine abrupte Pause in der ansonsten stetigen Aufwärtsbewegung der Aktie. Die Anteilsscheine von Rheinmetall waren zeitweilig wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 500 Euro gefallen. Zuvor hatten sie im frühen Handel mit 571,80 Euro einen neuen höchsten Stand erreicht und standen kurz vor einer Verdopplung des Kurses im Vergleich zum Vorjahr – ein Ziel, das bei 574 Euro gelegen hätte. Trotz des Rückschlags und reger Handelsaktivität erholten sich die Papiere jedoch wieder etwas und stabilisierten sich zuletzt bei rund 515 Euro. Diese Kursbewegung deuteten einige Investoren als günstige Gelegenheit zum Einstieg. Von Fachseite wird weiter Zuversicht verbreitet: Victor Allard, Analyst bei Goldman Sachs, signalisiert weiterhin ein positives Bild für Rheinmetall. Mit seiner jüngsten Kurszielerhöhung von 381 auf 606 Euro übertrifft er klar die allgemeinen Marktprognosen und prognostiziert für das Unternehmen aus Düsseldorf ein Rekordjahr hinsichtlich der Auftragseingänge. Allerdings warnt er in seiner Analyse des europäischen Rüstungsmarktes auch vor einer momentan historisch hohen Bewertung der entsprechenden Aktien und sieht für das Jahr 2025 ein eher größeres Risiko für Kursverluste. Renk, ein neuer Akteur an der Börse, sieht sich laut Allard einer übermäßigen Bewertung gegenüber. Das Unternehmen hatte bereits am letzten Freitag eine ernüchternde Kurskorrektur erfahren, die sich auch am Dienstag fortsetzte und die Aktie um weitere 6,7 Prozent sinken ließ. Ebenfalls konnten die Aktien von Hensoldt nicht an ihre Höchststände anknüpfen und verzeichneten am Dienstag einen Abschlag von 4,6 Prozent gegenüber ihrem Bestwert.