07. Januar, 2026

Technologie

Kooperation zwischen Rheinmetall und MBDA Deutschland zur Beschleunigung der Laserwaffenentwicklung

Die renommierten deutschen Rüstungsunternehmen Rheinmetall und MBDA Deutschland haben Pläne angekündigt, ihre Kooperation im revolutionären Bereich der Laserwaffen weiter zu intensivieren. Im Zuge eines ambitionierten Vorhabens soll ab dem ersten Quartal 2026 ein Joint Venture gegründet werden, das sich explizit auf Marine-Laseraktivitäten konzentrieren wird. Diese strategische Entscheidung baut auf einer erfolgreichen Partnerschaft auf, die seit 2019 besteht und bereits in der Entwicklung und Erprobung eines Demonstrators mündete. Der innovative Prototyp wurde erfolgreich auf einem deutschen Marineschiff getestet und befindet sich gegenwärtig in Meppen bei der Bundeswehr zur weiterführenden Evaluierung.

Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, das Produkt bis zum Jahr 2029 zur Marktreife zu bringen. Die Konzeption von Laserwaffen gilt als technologische Herausforderung und unterscheidet sich grundlegend von den oft überzogenen Darstellungen in Science-Fiction-Werken. Im Gegensatz zu imaginären Lasern sind die Strahlen in der Realität farblos und erfordern beträchtliche Mengen an Energie, was Schiffen mit ihren leistungsstarken Motoren und Energiereserven einen Vorsprung gegenüber landgestützten Systemen verschafft. Ein zentrales Thema der Entwicklung ist das präzise Verfolgen von Zielen: Die Sensoren der Waffe müssen feindliche Objekte erfassen, den idealen Zeitpunkt für den Lasereinsatz berechnen und den Strahl selbst unter widrigen Bedingungen, wie etwa Wellengang, stabil auf das Ziel halten.

Die primäre Anwendung dieser bahnbrechenden Technologie liegt in der effektiven Drohnenabwehr. Während der Testphasen an Bord eines Marineschiffs wurden über 100 Tests durchgeführt, die die herausragende Zielgenauigkeit und Leistungsfähigkeit des Systems demonstrierten. Diese Präzision ist wesentlich, um Kollateralschäden zu vermeiden und Unbeteiligte zu schützen. Dennoch bleibt angesichts der hohen Komplexität ein gewisses Risiko bestehen, dass Fehlfunktionen zu gefährlichen Situationen für nahegelegene Flugzeuge oder Zivilisten führen könnten.

Ein herausragendes Merkmal der von Rheinmetall und MBDA entwickelten Technologie ist die Fähigkeit, mit unglaublicher Präzision einen minimalen Zielpunkt von der Größe einer Ein-Euro-Münze auf extrem weit entfernten Objekten zu fixieren. Diese unschlagbare Genauigkeit trägt dazu bei, ein zusätzliches Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Roman Köhne von Rheinmetall betont die Möglichkeit, der Bundeswehr rasch ein einzigartiges Produkt anzubieten, dabei jedoch die deutsche Souveränität und Versorgungssicherheit in den Vordergrund zu stellen. Thomas Gottschild von MBDA unterstreicht zudem die nationale Wertschöpfung des Vorhabens und das Engagement für ein „designed und made in Germany“-Produkt.