17. März, 2026

Politik

Konstruktive Diplomatie in Krisenzeiten: Baerbock auf Mission in Jerusalem

Konstruktive Diplomatie in Krisenzeiten: Baerbock auf Mission in Jerusalem

In einer Zeit aufgeladener geopolitischer Spannungen sucht Bundesaußenministerin Annalena Baerbock in Jerusalem das Gespräch mit israelischen und britischen Amtskollegen. Während ihres siebten Besuchs in Israel traf sie sich mit Staatspräsident Izchak Herzog und dem britischen Außenminister David Cameron zu einem Dialog, in dem es um die drängendsten Sicherheitsfragen in Nahost ging. Ein weiterer wichtiger Termin auf Baerbocks Agenda war das Treffen mit dem israelischen Außenminister Israel Katz.

Im Zentrum der diplomatischen Bemühungen stand die Reaktion auf den Vorfall vom vorvergangenen Wochenende, als ein erheblicher iranischer Angriff die Befürchtung eines weitreichenden Konfliktes in der Region schürte. Die deutsche Außenministerin von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich hierbei für eine besonnene und weitsichtige Vorgehensweise ein. Darüber hinaus thematisierte Baerbock die humanitäre Situation im Gazastreifen und rief dazu auf, die Hilfslieferungen für die bedrängte Bevölkerung zu intensivieren.

Neben Katz waren Gespräche mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Benny Gantz, Mitglied des israelischen Kriegskabinetts, vorgesehen. Netanjahu erörterte die Notwendigkeit einer klugen Reaktion auf Iran, welche die angespannte Lage berücksichtigt. Derweil warnte der iranische Präsident Ebrahim Raisi in einem Telefonat mit Katars Emir Hamad Al Thani vor ernsten Folgen für Israel, sollte es zu einem militärischen Schlag gegen Iran kommen.

Der Besuch Baerbocks, der zuletzt im März stattfand, wird von ihrem Weiterflug zu einem Treffen der G7-Außenminister in Italien abgelöst, wo sie neben den Themen Nahost auch die Unterstützung für die Ukraine erörtern wird, die sich seit über zwei Jahren im Krieg mit Russland behauptet. Italien innehat derzeit den Vorsitz der G7, zu deren Mitgliedern neben Deutschland auch die USA, Kanada, Großbritannien, Japan und Frankreich zählen.