Eine mäßige Konjunktur in den Schlüsselsektoren Bau und Landwirtschaft ist nicht spurlos an Wacker Neuson vorübergegangen. Der Hersteller von Baumaschinen verzeichnete im ersten Jahresviertel einen spürbaren Umsatzeinbruch um elf Prozent gegenüber der gleichen Periode des Vorjahres auf etwa 593 Millionen Euro, wie der im SDax notierte Konzern aus München bekanntgab. Besonders drastisch fiel der Einbruch beim operativen Gewinn vor Steuern (Ebit) aus: Er schrumpfte um eindrucksvolle 58 Prozent auf nahezu 37 Millionen Euro.
Diese Talfahrt hat auch Auswirkungen auf den Überschuss, der – ebenfalls beeinflusst durch den vorteilhaften Verkauf einer Immobilie im Vorjahr – um 63 Prozent auf rund 23 Millionen Euro absackte. Die Geschäftsleitung um Vorstandsvorsitzenden Karl Tragl hatte solche Entwicklungen teilweise antizipiert und betrachtet die Schwankungen im Geschäft als normal. Tragl bleibt optimistisch und prognostiziert eine sukzessive Umsatz- und Profitabilitätssteigerung im weiteren Jahresverlauf, wobei die festgesetzten Jahresziele von ihm bekräftigt werden.
Trotz des aktuellen Dämpfers rechnet der Vorstandsvorsitzende mit einem Umsatzrückgang auf 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2024 und peilt dabei eine operative Gewinnspanne (Ebit) von acht bis neun Prozent an. Für das Geschäftsjahr 2025 zeichnet Tragl ein positiveres Bild und erwartet sowohl eine Belebung des Umsatzes als auch eine leichte Zunahme der Profitabilität.