13. Januar, 2026

Politik

Konflikt in der Ostukraine: Zunehmende Intensität der militärischen Auseinandersetzungen

Ein jüngerer russischer Angriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw hat weitreichende und tragische Konsequenzen nach sich gezogen. Nach gegenwärtigen Informationen starben mindestens vier Menschen, während Oleh Snyjehubow, der Militärgouverneur der Region, zudem die Verletzung von sechs weiteren Personen bestätigte. Dieser Angriff war Teil einer größeren Offensive, bei der mehrere Städte, darunter auch Kiew und Odessa, systematisch mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern angegriffen wurden, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilt.

Besonders betroffen war ein Vorort von Charkiw, wo erhebliche Schäden zu verzeichnen sind. In einer Stellungnahme der Regionalstaatsanwaltschaft wurde die Zerstörung eines Logistikzentrums des Postunternehmens Nowa Poschta durch russische Angriffe bestätigt. Der Angriff folgte der Taktik eines sogenannten Doppelschlags: Zunächst wurden Raketen auf das Gebäude abgefeuert, gefolgt von Drohnenangriffen, die speziell Feuerwehrleute und Rettungskräfte ins Visier nahmen, die an Ort und Stelle Hilfe leisteten.

Auch die ukrainische Hauptstadt Kiew war Ziel der Angriffe und erlitt massive Notabschaltungen der Stromversorgung, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Diese Unterbrechungen sind Teil einer weitreichenden Strategie, die kritische Infrastruktur zu beeinträchtigen. Aufgrund dieses Vorgehens sind Millionen Menschen in der Ukraine, bei eisigen Temperaturen, von grundlegenden Versorgungsleistungen wie Strom, Heizung und Wasser abgeschnitten. Diese gezielten Angriffe auf die Infrastruktur verstärken die bestehenden humanitären Herausforderungen erheblich.

Gleichzeitig blieb die ukrainische Armee nicht untätig und reagierte mit eigenen Militäraktionen. In einer nächtlichen Gegenoffensive wurden Ziele in Russland, insbesondere mit Drohnen, angegriffen. Ein bestätigtes Ziel war ein Industrieunternehmen in Taganrog, das im südrussischen Gebiet Rostow liegt. Übereinstimmenden Berichten zufolge soll es sich bei dem getroffenen Objekt um ein Werk zur Reparatur von Flugzeugen und zur Herstellung von Drohnenteilen handeln, wie von russischen Telegramkanälen berichtet.