28. Januar, 2026

Politik

Koalitionsgespräche: Entwicklungsschritte und Hindernisse bei der Überarbeitung des Gebäudeenergiegesetzes

Die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche äußert sich optimistisch bezüglich einer baldigen Einigung innerhalb der Regierungskoalition zur laufenden Reform des Gebäudeenergiegesetzes. Während der Präsentation des Jahreswirtschaftsberichts in Berlin betonte die CDU-Politikerin die dringende Notwendigkeit, die durch das sogenannte Heizungsgesetz entstandenen Unsicherheiten rasch aufzulösen. Dabei stehen die Schaffung von Investitionssicherheit und die Förderung klimafreundlicher Entscheidungen von Hausbesitzern im Vordergrund der Bestrebungen.

Um diese Ziele zu erreichen, sollen verschiedene technologische Alternativen Berücksichtigung finden. Das Hauptziel ist es, die ins Stocken geratene Energiewende im Bereich der Wärmeversorgung wieder in Schwung zu bringen. In Übereinstimmung mit den Koalitionsvereinbarungen sind die Wirtschaftsministerin, das Bauministerium sowie führende Vertreter der Union und der SPD aufgefordert, bis Ende Januar konkrete Eckpunkte der Reform vorzulegen. Die finale Novelle des Gesetzes soll bis Ende Februar dem Kabinett zur Verabschiedung vorgelegt werden.

Reiche zeigt sich ehrgeizig, diesen Zeitplan einzuhalten, und verweist gleichzeitig auf die Notwendigkeit nachhaltiger Kompromisse. Ein wesentlicher Streitpunkt bleibt Paragraf 71, der vorschreibt, dass neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, wobei dies zunächst für Neubauten gilt. Während die CDU auf eine Lockerung dieser Vorschrift drängt, zeigt sich die SPD besorgt über mögliche Rückschritte beim Klimaschutz.

Trotz nicht erreichter Klimaziele im Gebäudesektor bleibt der staatliche Förderanreiz durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude bestehen, auch wenn Einsparungen in Erwägung gezogen werden. Die Regierung ist sich der Herausforderung bewusst, die Balance zwischen effektiven Klimaschutzmaßnahmen und den wirtschaftlichen Interessen der Bürger zu finden, während sie weiterhin Anreize für umweltfreundliche Modernisierungen schafft.