27. April, 2026

Wirtschaft

Knorr-Bremse setzt Portfoliooptimierung mit weiteren Verkäufen fort

Knorr-Bremse setzt Portfoliooptimierung mit weiteren Verkäufen fort

Der Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse treibt die Veräußerung von Randbereichen konsequent voran. Jüngst wurde der US-amerikanische Lenksystemhersteller für Nutzfahrzeuge, R.H. Sheppard, an den Investor Balmoral RHS Acquisition Corp verkauft, wie das Unternehmen mitteilte. Dieses Vorgehen führt zu einer nicht zahlungswirksamen Reduzierung des Überschusses von rund 60 Millionen Euro im vierten Quartal. Zusätzlich verzeichnet Knorr-Bremse eine Abschreibung von fast 50 Millionen Euro durch den Verkauf der Kiepe Electric GmbH. Die Jahresziele hinsichtlich Umsatz und Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern wurden dennoch bestätigt. Aktionäre dürfen sich weiterhin auf eine stabile Dividende freuen, zuletzt lag diese bei 1,64 Euro je Aktie. Interessanterweise reagierte die Aktie am Freitagnachmittag kaum auf diese Neuigkeiten und notierte dennoch leicht im Plus. In diesem Jahr ist der Verkauf von Sheppard bereits die vierte Abgabe einer Beteiligung im Zuge der strategischen Portfoliooptimierung. Ein konkreter Verkaufspreis wurde bislang nicht bekanntgegeben. Knorr-Bremse plant, in der Nutzfahrzeugsparte weiterhin mechatronische Lenksysteme in den Fokus zu rücken, während sich die nordamerikanische Tochtergesellschaft Bendix verstärkt auf Bremssysteme, Fahrzeugdynamik, Luft- und Energiemanagement sowie Fahrerassistenzsysteme konzentrieren soll, wie Vorstandsmitglied Bernd Spies verlauten ließ.