14. April, 2026

Wirtschaft

Knorr-Bremse erweitert sein Portfolio um Signaltechnik durch Alstom-Zukauf

Knorr-Bremse erweitert sein Portfolio um Signaltechnik durch Alstom-Zukauf

In einem bedeutenden strategischen Schritt hat Knorr-Bremse, der renommierte Hersteller von Bremssystemen, den Einstieg in den Markt für Bahn-Signaltechnik vollzogen. Dies wurde durch die geplante Akquisition der US-Sparte für konventionelle Bahn-Signaltechnik des französischen Eisenbahnkonzerns Alstom realisiert, wie das deutsche Unternehmen kürzlich bekannt gab. Für den Zukauf wurde ein Kaufpreis von 630 Millionen Euro veranschlagt.

Knorr-Bremse sieht durch den Zukauf die Chance, das eigene Geschäftsfeld signifikant zu erweitern und das Potenzial für profitables Wachstum sowie den Zugang zu technischem Wissen und neuen digitalen Geschäftsmodellen zu erschließen. Mit dieser Übernahme unterstreicht das Unternehmen sein Bestreben, sich über die Herstellung von Fahrzeugkomponenten hinaus zu einem Komplettanbieter im Bereich des Schienenverkehrs zu entwickeln.

Die nun erworbene Alstom-Tochter ist in ihrem Segment in Nordamerika führend und konnte im vergangenen Geschäftsjahr bis Ende März einen Umsatz von circa 300 Millionen Euro verbuchen, wobei etwa 16 Prozent davon als operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern erzielt wurden.

Marc Llistosella, CEO von Knorr-Bremse, betont die Relevanz der Übernahme für das Wachstum der Bahnsparte und hebt hervor, dass das MDax-notierte Unternehmen damit zu einem führenden Anbieter in den Bereichen Zugsteuerung, Zugsicherung und Signaltechnik avanciert. Auch Vorstandsmitglied Nicolas Lange bewertet den Ankauf als einen essentiellen Schritt zur Transformation von Knorr-Bremse in einen Systemanbieter für den gesamten Schienenverkehrsbereich.

Der Abschluss der Transaktion wird für den kommenden Sommer erwartet und soll durch bestehende Finanzmittel und Fremdkapital finanziert werden, wobei Knorr-Bremse seine finanzielle Stabilität unterstreicht.