19. Januar, 2026

Wirtschaft

Knappes Gurkenangebot: Winterliche Wetterbedingungen führen zu Preisanstieg

In Deutschland sind Verbraucher aktuell mit erheblichen Preissteigerungen bei Salatgurken konfrontiert. Diese Verteuerung ist auf ein vermindertes Angebot aus bedeutenden Anbauregionen wie Südspanien und den Niederlanden zurückzuführen, was sich auf die Preissetzung in Supermärkten und bei Discountern auswirkt.

Die Ursache für das reduzierte Angebot sind untypische winterliche Wetterbedingungen, so erklärt Gabriele Held von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. Während eines ungewöhnlich langen, warmen Herbstes setzte ein abrupter Kälteeinbruch in Spanien den Pflanzen erheblich zu. Bei Nachtabsenkungen unter 10 Grad Celsius, die das Wachstum der Pflanzen stark beeinträchtigen, erweisen sich unbeheizte Gewächshäuser als wenig produktiv. Ähnliche Herausforderungen bestehen in den Niederlanden, was das Produktionsvolumen ebenfalls beeinflusst.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sind die Preise für Salatgurken im Dezember um beachtliche 43 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Dieser Anstieg ist sogar um über 80 Prozent im Vergleich zu den Preisen im Oktober festzustellen. Neben Gurken sind auch andere Gemüsesorten wie Tomaten, Paprika und Zucchini von diesen witterungsbedingten Preisanstiegen betroffen. Infolgedessen ist der Anteil qualitativ hochwertiger Produkte in deutschen Geschäften aktuell gering, was die Bereitschaft der Händler, diese Produkte zu bewerben, vermindert.

Trotz dieser Entwicklungen gibt es Grund zur Zuversicht: Experten prognostizieren, dass der Höhepunkt der Preissteigerungen bereits durchschritten ist. Gabriele Held erklärt, dass die höheren Preise bereits zu einem Rückgang der Nachfrage nach Gurken und Paprika führen, was mittelfristig eine Preisreduzierung nach sich ziehen könnte. Diese sich abzeichnende Entspannung gibt Anlass zu der Hoffnung, dass sich die Lage in den kommenden Monaten stabilisieren wird.