19. Februar, 2026

Politik

Kanzler Merz zum Ukraine-Konflikt: Priorisierung von Realismus über Optimismus

In einer jüngsten Stellungnahme hat der Bundeskanzler und Vorsitzende der CDU, Friedrich Merz, seine Sorgen bezüglich des andauernden Krieges in der Ukraine zum Ausdruck gebracht. In einem Interview mit der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft und der 'Rheinpfalz' zeigte sich Merz hinsichtlich einer schnellen Beilegung des Konflikts durch Verhandlungen äußerst skeptisch. Er betonte, dass seiner Einschätzung nach das Ende dieses Konflikts erst erreicht wird, wenn eine der beiden involvierten Parteien – militärisch oder ökonomisch – erschöpft ist.

Merz äußerte sich insbesondere kritisch gegenüber dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und stellte klar, dass rationale und humanitäre Argumente allein nicht ausreichen werden, um Putin zu einem Kurswechsel zu bewegen. "Das ist die bittere Wahrheit", so der Kanzler, der damit zum Ausdruck brachte, dass Europa sich darauf konzentrieren müsse, Russland die militärischen und finanziellen Mittel zur Fortsetzung des Krieges zu entziehen.

Weiterhin hob der Kanzler hervor, dass die derzeitige russische Führung auf absehbare Zeit vermutlich nicht ohne kriegerische Handlungen auskommen werde. Gemäß seiner Einschätzung fehlt Russland ein Plan für die Rückführung und Betreuung der psychisch stark beeinträchtigten Soldaten, die durch den Krieg traumatisiert wurden. "Dass wir uns mit einem derart barbarischen Zustand in Russland konfrontiert sehen, ist besorgniserregend", sagte Merz und ließ wenig Hoffnung auf rasche Veränderungen erkennen.

Trotz der annähernd vier Jahre, die die Ukraine nun schon den russischen Angriffen standhält, bleibt die Situation weiterhin angespannt. Jüngst durchgeführte Verhandlungen in Genf brachten keine konkreten Fortschritte oder greifbaren Details hinsichtlich eines möglichen Friedensschlusses. Die Aussicht auf eine diplomatische Lösung scheint weiterhin in weiter Ferne zu liegen, was die internationale Gemeinschaft vor große Herausforderungen stellt. Angesichts dieser Umstände bleibt es entscheidend, dass die europäischen Partner weiterhin geeint und entschlossen für die Wahrung des Friedens und der Stabilität in der Region eintreten.