07. Januar, 2026

Politik

Kai Wegner erhöht Maßnahmen zum Schutz der Berliner Infrastruktur: Sicherheit genießt höchste Priorität

Die deutsche Hauptstadt Berlin steht erneut vor erheblichen Herausforderungen hinsichtlich der Sicherheit ihrer kritischen Infrastruktur. Ein mutmaßlich von linksextremistischen Gruppen durchgeführter Anschlag hat deutliche Schwachstellen im Stromnetz aufgezeigt. Kai Wegner, der Regierende Bürgermeister von Berlin, hat in einem Interview mit dem ZDF-'Morgenmagazin' auf die Dringlichkeit hingewiesen, die Sicherheit des Staates zu erhöhen und die bestehende Verwundbarkeit zu minimieren. Der CDU-Politiker hob hervor, dass die jüngsten Ereignisse ein dringendes Indiz dafür seien, dass ein umfassender Schutz nicht von Heute auf Morgen zu gewährleisten sei.

Im Zuge dessen machte Wegner klar, dass der Schutz kritischer Infrastrukturen Zeit und erhebliche Investitionen erfordere. Besondere Sorge bereiten die „neuralgischen Punkte“ innerhalb des Versorgungssystems, die trotz bestehender Sicherheitsmaßnahmen weiterhin exponiert sind. Er stellte die provokative Frage, ob man wirklich jeden potenziell gefährdeten Bereich im Netz mit Polizeipräsenz absichern könne. Der Fokus liege dabei besonders auf dem überirdischen Stromnetz. Hier forderte Wegner verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, darunter den erweiterten Einsatz von Videoüberwachung und zusätzlichen Sicherheitskräften, um mögliche zukünftige Angriffe zu verhindern.

Der jüngste Vorfall, ein Brandanschlag auf eine wesentliche Kabelbrücke in der Nähe des Teltowkanals, hatte signifikante Auswirkungen auf die Stromversorgung. Am vergangenen Samstagmorgen waren infolge des Angriffs über 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen im Südwesten Berlins von Stromausfällen betroffen. Der Betreiber, Stromnetz Berlin, hat inzwischen die Versorgung für etwa 14.000 Haushalte und 500 gewerbliche Kunden wiederherstellen können, worunter auch mehrere große Krankenhäuser fallen. Dennoch ist ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung weiterhin ohne zuverlässige Stromversorgung und muss sich voraussichtlich bis Donnerstagnachmittag gedulden, während die Techniker daran arbeiten, alle Verbindungen zu reparieren.

Dieser Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die Notwendigkeit, strategische Investitionen in den Schutz kritischer Infrastrukturen zu tätigen. Es wird deutlich, dass sowohl die Abwehrbereitschaft als auch die Resilienz gegenüber solchen Angriffen erheblich verbessert werden müssen, um die Sicherheit der städtischen Versorgungssysteme langfristig zu gewährleisten.