14. Januar, 2026

Politik

Johann Wadephul skizziert Prioritäten für Grönlands strategische Ausrichtung.

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat während seines offiziellen Besuchs in den Vereinigten Staaten von Amerika die Relevanz des Selbstbestimmungsrechts für die Einwohner Grönlands nachdrücklich hervorgehoben. In einem Umfeld steigenden Interesses der USA an der strategisch bedeutsamen arktischen Insel betonte der CDU-Politiker die ausschließliche Entscheidungsbefugnis der Grönländer bezüglich ihrer politischen Zugehörigkeit. Aktuell zeigt Umfragen zufolge eine Mehrheit der Bevölkerung Grönlands den Wunsch, weiterhin Teil des Königreichs Dänemark zu bleiben, wie Wadephul in einem Gespräch mit den ARD-„Tagesthemen“ erläuterte.

Wadephul nutzte die Gelegenheit, um Spekulationen hinsichtlich einer möglichen militärischen Annexion Grönlands durch die Vereinigten Staaten entschieden zurückzuweisen. Während seiner Gespräche mit führenden US-Politikern, unter anderem mit dem renommierten Senator Marco Rubio in Washington D.C., erlangte Wadephul die Gewissheit, dass es keinerlei Indikationen oder Pläne für solch drastische Maßnahmen gibt. Er bestätigte, dass ein derartiges Szenario nicht nur unrealistisch, sondern auch unvorstellbar in der aktuellen diplomatischen Umgebung sei, und unterstrich die gefestigte Grundlage der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA.

Gleichzeitig äußerte der Außenminister jedoch Bedenken, dass solche spekulativen Diskussionen den Zusammenhalt innerhalb des transatlantischen Bündnisses unterminieren könnten. Er forderte alle beteiligten Nationen nachdrücklich dazu auf, den Fokus auf die gemeinschaftliche Verteidigung gegen externe Bedrohungen zu legen und ein Klima des gegenseitigen Vertrauens und der Zusammenarbeit zu schaffen. Frieden und Einheit seien unverzichtbar für die Effektivität und die Treue der Allianz, betonte Wadephul am Ende seines Statements. Der Erhalt eines stabilen, kooperativen und sicheren internationalen Umfelds sei im Interesse aller Partner, teilte der deutsche Außenminister abschließend mit.