09. März, 2026

Unternehmen

Job-Massaker droht: Oracle opfert Tausende Mitarbeiter für radikale KI-Wette

Der Tech-Gigant plant einen Kahlschlag beim Personal, um Milliardeninvestitionen in Rechenzentren zu finanzieren. Insider berichten von einem sofortigen Start der Kündigungswelle.

Job-Massaker droht: Oracle opfert Tausende Mitarbeiter für radikale KI-Wette
Bloomberg-Bericht: Oracle kündigt Kündigungswelle an. Betroffen sind Jobs, die durch KI ersetzt werden.

Die Kündigungswelle soll bereits im März rollen und weitreichender sein als üblich

Oracle bereitet sich offenbar auf einen drastischen Einschnitt vor. Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge plant der SAP-Konkurrent den Abbau Tausender Arbeitsplätze quer durch alle Unternehmensbereiche. Die Dringlichkeit scheint hoch, da die Maßnahmen unmittelbar bevorstehen.

Die Einschnitte sollen dabei ungewöhnlich hart ausfallen. Insidern zufolge seien die geplanten Streichungen deutlich tiefergehend als in den üblichen jährlichen Anpassungsrunden des Konzerns. Es handelt sich nicht um kosmetische Korrekturen, sondern um eine fundamentale Restrukturierung der Kostenbasis.

„Die Stellenstreichungen sollen, Unternehmensbereiche übergreifend, erfolgen und könnten bereits in diesem Monat beginnen“, so die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider.

Eine offizielle Bestätigung steht aktuell noch aus. Auf Anfrage lehnte Oracle eine Stellungnahme zu den Berichten ab, was an den Märkten in der Regel als Indiz für die Validität solcher Insiderinformationen gewertet wird.

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Um gegen die übermächtigen Cloud-Rivalen Amazon Web Services (AWS) und Microsoft Azure bestehen zu können, muss Oracle aggressiv investieren. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Cloud-Computing-Bereich neu auszurichten und fokussiert sich dabei voll auf Künstliche Intelligenz.

Die finanziellen Dimensionen sind gewaltig. Allein in diesem Jahr plant das Unternehmen Ausgaben von bis zu 50 Milliarden Dollar für neue Rechenzentren. Diese Summe soll durch eine Mischung aus Schuldenaufnahme und Aktienverkäufen gestemmt werden – und nun offenbar auch durch Personaleinsparungen.

Künstliche Intelligenz macht bestehende Jobprofile im Konzern zunehmend obsolet

Ironischerweise ist die KI nicht nur der Kostentreiber, sondern auch der operative Grund für die Obsoleszenz bestimmter Positionen. Bloomberg berichtet, dass spezifisch Stellen gestrichen werden, deren Bedeutung nach Einschätzung des Managements durch den internen KI-Einsatz abnimmt.

Auch im Wachstumssegment Cloud zieht Oracle die Zügel an. Intern wurde bereits angekündigt, offene Stellen in dieser Sparte einer strengen Prüfung zu unterziehen.

Dies führt faktisch zu einem Einstellungsstopp oder zumindest zu einer signifikanten Verlangsamung des Recruiting-Prozesses, während gleichzeitig bestehende Ressourcen abgebaut werden.

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