07. Januar, 2026

Unternehmen

Jefferies sieht MTU-Aktie vor neuem Kursschub

Das Analysehaus bestätigt sein Buy-Rating für MTU Aero Engines und traut der Aktie einen Anstieg bis 500 Euro zu. Entscheidend ist die Verschiebung im Triebwerksmix.

Jefferies sieht MTU-Aktie vor neuem Kursschub
Jefferies bestätigt Buy für MTU und nennt 500 Euro Kursziel. Der Triebwerksmix verschiebt sich zugunsten profitabler Programme.

500 Euro Kursziel, Buy-Rating bestätigt – und ein Markt, der sofort reagiert. Die jüngste Analyse von Jefferies rückt die Aktie von MTU Aero Engines wieder ins Zentrum der Anlegeraufmerksamkeit und liefert Argumente, warum der jüngste Kursanstieg erst der Anfang sein könnte.

Jefferies bewertet operative Entwicklung positiver als den Markt

Das Analysehaus Jefferies & Company Inc. hat die Aktie von MTU Aero Engines erneut mit Buy eingestuft und das Kursziel bei 500 Euro belassen. Analystin Chloe Lemarie stützt ihre Einschätzung auf aktuelle Erstflugdaten und eine Neubewertung der Auslieferungsstruktur.

Der Kern der Argumentation: Rückgänge bei Komponenten für die Airbus-A320-Familie, insbesondere bei Niederdruckturbinen, werden zunehmend durch höhere Auslieferungen in Programmen für Boeings Großraumjets kompensiert. Für MTU bedeutet das nicht nur stabile Stückzahlen, sondern perspektivisch auch eine veränderte Ertragsqualität.

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Verschiebung zu Großraumprogrammen verändert den Ergebnishebel

Die stärkere Gewichtung von Triebwerksprogrammen für Widebody-Flugzeuge gilt in der Branche als strategisch günstig. Großraumjets fliegen länger, intensiver und generieren über Wartung, Reparatur und Ersatzteile höhere und stabilere Cashflows.

Jefferies sieht MTU hier besser positioniert als viele Wettbewerber. Während der Markt den Fokus noch stark auf kurzfristige Lieferkettenprobleme und Engpässe richtet, bewertet das Analysehaus die mittelfristige Programmstruktur als entscheidenden Treiber für Margen und Ergebnisdynamik.

Marktreaktion zeigt Vertrauen in die Story

Die Börse folgte der Einschätzung prompt. In der XETRA-Sitzung legte die Aktie zeitweise um mehr als vier Prozent zu und näherte sich der Marke von 370 Euro. Aus Sicht von Jefferies ergibt sich damit immer noch ein Aufwärtspotenzial von rund 35 Prozent bis zum Kursziel.

Apple tritt bei Vision Pro auf die Bremse – Hoffnungsträger verliert an Schwung
Apple reagiert offenbar auf die enttäuschende Nachfrage nach seiner Mixed-Reality-Brille Vision Pro. Wie die Financial Times berichtet, hat der Konzern sowohl die Produktion als auch die Marketingausgaben für das Gerät massiv zurückgefahren. Seit dem Marktstart im Jahr 2024 sollen weltweit lediglich rund 390.000 Exemplare verkauft worden sein. Offizielle Zahlen nennt Apple nicht.

Bemerkenswert ist dabei weniger der Tagesgewinn als das Handelsvolumen. Mehr als 66.000 Aktien wechselten den Besitzer, ein Hinweis darauf, dass institutionelle Investoren die Analyse ernst nehmen und Positionen auf- oder ausbauen.

Blick richtet sich auf Zahlen und Ausblick

Der nächste Belastungstest für die Investmentthese steht bereits fest. Am 25. Februar 2026 wird MTU die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vorlegen. Der Markt wird genau darauf achten, ob sich die von Jefferies beschriebene Verschiebung im Triebwerksmix auch in Umsatz, Marge und Auftragseingang widerspiegelt.

Insbesondere die Entwicklung im Aftermarket-Geschäft dürfte dabei im Fokus stehen. Hier entscheidet sich, ob MTU die höhere Präsenz bei Großraumjets nachhaltig in wiederkehrende Erträge übersetzen kann.

MTU bleibt ein Zykliker mit strukturellem Rückenwind

Trotz aller positiven Signale bleibt MTU ein zyklischer Wert, abhängig von der globalen Luftfahrt und den Investitionsentscheidungen der großen Flugzeugbauer. Gleichzeitig profitiert das Unternehmen von langfristigen Trends: steigender Flugverkehr, alternde Flotten und ein wachsender Wartungsbedarf.

Jefferies setzt darauf, dass diese strukturellen Faktoren stärker wirken als kurzfristige Schwankungen bei einzelnen Programmen. Sollte sich diese Einschätzung bestätigen, könnte das aktuelle Kursniveau tatsächlich nur eine Zwischenstation sein.

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