13. Januar, 2026

Märkte

Jefferies bringt Dynamik: Erfreuliche Entwicklungen bei Atoss Software und PVA Tepla, Rückschlag für SMA Solar

Die aktuelle Analyse der angesehenen US-Bank Jefferies hat am Dienstag eine merkliche Bewegung bei den Aktien ausgewählter deutscher Nebenwerte ausgelöst. Im Mittelpunkt stand dabei die Aktie von Atoss Software im SDax, die sich als besonders dynamischer Kurstreiber erwies. Trotz erheblicher Verluste seit Juli hob Analyst Martin Comtesse seine bisherigen Einschätzungen hervor und erneuerte seine Kaufempfehlung für das Unternehmen. Comtesse argumentiert, dass Bedenken hinsichtlich der Einflussnahme Künstlicher Intelligenz auf das Geschäftsmodell von Atoss Software übertrieben sind. Diese Einschätzung führte zu einem signifikanten Kursanstieg von 3,8 Prozent, womit sich die Aktie eine Spitzenposition im Index sicherte.

Parallel zu Atoss Software zeigte auch die Aktie von PVA Tepla positive Bewegungen, indem sie um 3,2 Prozent zulegte. Comtesse äußerte in seiner Bewertung eine neue Zuversicht hinsichtlich des Technologieunternehmens und erhöhte seine Einstufung von 'Halten' auf 'Kaufen'. Er betonte, dass trotz des Kursverfalls, den das Unternehmen im Herbst erlebte, die Auftragslage solide sei und die Entwicklung im zweiten Halbjahr zusätzliche Dynamik erwarten lasse. Besonders die steigende Nachfrage aus der Halbleiterindustrie wird als wesentlicher Wachstumsmotor angesehen, was einen optimistischen Ausblick für die Zukunft erlaubt.

Im Gegensatz dazu verzeichnete die Aktie von SMA Solar einen deutlichen Rückgang um fast 9 Prozent, womit sie das Schlusslicht im SDax bildete. Comtesse sprach eine Verkaufsempfehlung aus und warnte vor den finanziellen Belastungen, die durch umfangreiche Investitionen in Forschung, Entwicklung und Service entstehen könnten. Diese Investitionen könnten die Profitabilität des Unternehmens unter Druck setzen, vor allem, wenn die erwartete Erholung im Privat- und Gewerbekundensegment ausbleibt.

Blickt man auf die Zukunft, prognostiziert Comtesse für das Jahr 2026 einen allgemeinen Aufwärtstrend für Unternehmen, die in der automatisierten Fertigung tätig sind. Zu den Akteuren, die von dieser Entwicklung profitieren könnten, zählt er unter anderem Kontron und Krones. Darüber hinaus sieht er in Nordex einen Nutznießer der zunehmenden Elektrifizierung. Comtesse führt weiter aus, dass milliardenschwere Investitionen durch den Bund sowie bevorstehende fiskalische Reformen positive Effekte auf IT-Dienstleister wie Bechtle erwarten lassen. Auch Atoss Software könnte von diesen Maßnahmen profitieren, was zu einem weiteren Anstieg ihrer Aktienkurse führen dürfte.