In einer eindringlichen und bemerkenswert klaren Stellungnahme hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump für dessen abwertende Kommentare zu den NATO-Einsätzen in Afghanistan scharf kritisiert. Diese Bemerkungen, so Meloni, seien nicht nur unangemessen, sondern insbesondere für einen engen Verbündeten wie die Vereinigten Staaten schlichtweg nicht akzeptabel.
Trump hatte kürzlich in einem Interview mit Fox News erneut die Bedeutung der NATO infrage gestellt und behauptet, dass die Vereinigten Staaten ihrer Unterstützung nie bedurft hätten. Er ging sogar so weit, die Rolle der Truppen anderer NATO-Staaten nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 als weniger aktiv zu beschreiben. Diese Äußerungen stießen international auf Kritik, besonders bei Verbündeten, die seit Jahrzehnten in der NATO zusammenarbeiten.
Meloni reagierte umgehend auf diese Aussagen, indem sie die historische Relevanz und Solidarität der NATO-Mitglieder hervorhob. Direkt nach den Anschlägen vom 11. September 2001 habe die NATO in einem beispiellosen Akt die kollektive Verteidigung gemäß Artikel fünf des NATO-Vertrags aktiviert. Italien sei einer der ersten Staaten gewesen, die bedeutende Truppen nach Afghanistan entsandt haben, um Seite an Seite mit den Vereinigten Staaten und anderen NATO-Verbündeten zu kämpfen. Die Ministerpräsidentin erinnerte an die Opfer italienischer Soldaten und betonte, dass Italien einen hohen Preis für seinen Beitrag zum internationalen Frieden bezahlt habe.
Darüber hinaus unterstrich Meloni die historische Freundschaft und strategische Partnerschaft zwischen Italien und den Vereinigten Staaten. Sie machte jedoch klar, dass Respekt ein grundlegendes Fundament für die Stärkung der transatlantischen Solidarität sei. Diese Partnerschaft beruhe nicht nur auf gemeinsamen Interessen, sondern auch auf gegenseitiger Wertschätzung und Respekt.
Meloni gilt als eine der führenden europäischen Politikerinnen mit einer besonderen Fähigkeit, auch in schwierigen Fällen den Dialog mit Trump zu pflegen. Trotz dieser Verbindung machte sie deutlich, dass für eine nachhaltige Freundschaft zwischen beiden Nationen ein gewisses Maß an Respekt unerlässlich sei, um die Zusammenarbeit auf transatlantischer Ebene weiter zu festigen. Ihr politisches Geschick, die Interessen ihres Landes mit diplomatischer Klarheit zu vertreten, stellt einen bemerkenswerten Balanceakt dar.