Die anhaltende Luftoffensive Israels auf die Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen hat in der vergangenen Nacht erneut eine tragische Bilanz gefordert. Gesundheitsbehörden meldeten am Sonntag, dass bei den Angriffen 13 Menschen ihr Leben verloren, unter ihnen neun Kinder. Das Blutvergießen ereignet sich vor dem Hintergrund, dass die Vereinigten Staaten auf dem Weg sind, zusätzliche milliardenschwere Militärhilfen für ihren engen Verbündeten zu genehmigen.
Seit geraumer Zeit führt Israel nahezu täglich Luftschläge auf Rafah aus, in denen sich über die Hälfte der etwa 2,3 Millionen Einwohner zählenden Bevölkerung des Gazastreifens vor den Kämpfen in anderen Gebieten Schutz sucht. Trotz internationaler Appelle zur Zurückhaltung, darunter auch aus den Reihen der USA, hat sich Israel dazu entschlossen, seine Bodenoffensive auf diese mit Ägypten grenzende Stadt auszuweiten. Das verstärkte militärische Engagement Israels und die damit verbundenen zivilen Verluste stoßen international auf zunehmend kritische Betrachtungen und werden weiterhin für Diskussionen sorgen.