In einer jüngsten Intensivierung des andauernden Konflikts zwischen Israel und der Hamas wurde der Tod einer Schlüsselfigur der islamistischen Organisation bekannt gegeben. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz verkündete, dass Abu Obeida, der als Sprecher des militärischen Flügels der Hamas bekannt ist, in Gaza durch einen gezielten Angriff neutralisiert wurde. Diese Operation wurde von der israelischen Armee in Zusammenarbeit mit der Inlandsgeheimdienstbehörde Schin Bet durchgeführt. Katz lobte die Aktion als "perfekt ausgeführt" und deutete an, dass weitere Angriffe auf hochrangige Hamas-Mitglieder bevorstehen.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte ebenfalls den Angriff auf Abu Obeida, allerdings betonte er, dass eine endgültige Bestätigung seines Todes noch ausstehe. Netanjahu drückte seine Hoffnung aus, dass Abu Obeida tatsächlich nicht mehr am Leben sei und fügte hinzu, dass die kommenden Stunden und Tage weitere Klarheit bringen würden. Unmittelbar nach dieser Erklärung vermeldete die israelische Armee offiziell den Erfolg der Operation. Dennoch bleibt seitens der Hamas eine Bestätigung des Verlustes aus.
In Reaktion auf die Berichte äußerte ein Sprecher der Hamas, dass es sich bei den Informationen um eine Form der psychologischen Kriegsführung seitens Israels handele, um Verwirrung und Panik zu säen. Entsprechend ihrer Aussage sei es Teil der Strategie Israels, Unsicherheit innerhalb der Organisation zu schüren.
Der Zivilschutz in dem von der Hamas kontrollierten Gebiet berichtete über einen weiteren Angriff im Rimal-Viertel von Gaza, bei dem mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen seien. Abu Obeida, bekannt durch seine maskierten Auftritte, war eine markante propagandistische Stimme der Hamas. Sein Tod fügt sich in eine Serie von Tötungen hochrangiger Hamas-Vertreter ein, die seit dem Wiederaufflammen des Gaza-Konflikts vor fast zwei Jahren stattgefunden haben. Die Spannungen begannen mit einem heftigen Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, welcher 1.200 Todesopfer und die Entführung von über 250 Personen in den Gazastreifen zur Folge hatte.
Nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Gaza, die unter der Kontrolle der Hamas steht, stieg die Zahl der seitdem getöteten Palästinenser auf fast 63.500. Allerdings wird hier nicht zwischen zivilen Opfern und Kämpfern unterschieden, was die Analyse der humanitären Situation zusätzlich erschwert.