12. Januar, 2026

Politik

Iranische Regierung zeigt sich optimistisch bezüglich möglicher Aufhebung der Internetsperre

Die Regierung der Islamischen Republik Iran hat sich nach einer fast vier Tage andauernden Internetsperre erstmals über eine mögliche Lockerung dieser rigorosen Maßnahme geäußert. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, teilte mit, dass die Sicherheitsbehörden des Landes, in Anbetracht der aktuellen Gegebenheiten, bereits wichtige Entscheidungen getroffen hätten. Es gebe Anlass zur Hoffnung, dass sich die Herausforderungen durch den bereits eingeleiteten Prozess, der – so Gott will – im vollen Gange ist, und die sich verbessernde Lage bald gelöst werden könnten.

Seit dem vergangenen Donnerstagabend hat die iranische Regierung den Internetzugang landesweit für die Bevölkerung vollständig blockiert. Diese rigorose Maßnahme hat weltweit Besorgnis ausgelöst, darunter bei Millionen von im Ausland lebenden Iranern, die um das Wohlergehen ihrer Familienangehörigen in der Heimat bangen. Diese Bedenken sind insbesondere vor dem Hintergrund des gewaltsamen Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die anhaltenden Proteste noch relevanter. Die Internetsperre zielt darauf ab, die Kommunikation unter den Demonstrierenden zu erschweren und die Verbreitung von Berichten, Fotos und Videos über die Proteste im Land zu unterbinden.

Ismail Baghai ergänzte auch, dass der iranische Außenminister Abbas Araghtschi die Internetsperre in einem Treffen mit verschiedenen Diplomaten thematisiert habe. In diesem Zusammenhang bleibe man in engem Dialog mit den Botschaften und Konsulaten in Teheran, um gemeinsam Lösungsansätze für die infolge dieser Einschränkungen entstandenen Probleme zu entwickeln. Die diplomatischen Bemühungen zielen darauf ab, die Auswirkungen der Sperre auf die Bevölkerung und die internationale Gemeinschaft zu minimieren und einen Weg aus der gegenwärtigen Krise zu finden.