Der Beginn der diplomatischen Gespräche zwischen der Islamischen Republik Iran und den Vereinigten Staaten von Amerika markiert einen unerwarteten Fortschritt in den festgefahrenen Beziehungen. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghchi verliefen die ersten indirekten Verhandlungen, die unter der Vermittlung des Sultanats Oman stattfanden, vielversprechend. Diese Gespräche zielen darauf ab, das tief verwurzelte Misstrauen zwischen den beiden Nationen zu überwinden und die Differenzen in einer friedlichen Atmosphäre auszuräumen.
In einer Stellungnahme aus der omanischen Hauptstadt Maskat äußerte sich Araghchi vorsichtig optimistisch hinsichtlich der Gesprächsergebnisse, betonte jedoch die Fragilität des Prozesses. Obwohl keine konkreten Zusicherungen für die Fortsetzung der Dialoge gegeben wurden, besteht die Möglichkeit, dass beide Delegationen nach Beratungen in ihren jeweiligen Hauptstädten die Verhandlungen fortsetzen. Der iranische Außenamtssprecher, Ismail Baghai, verdeutlichte in einem Beitrag auf der sozialen Plattform X, dass Entscheidungen über mögliche nächste Gesprächsrunden in enger Abstimmung mit den Heimatregierungen getroffen werden müssen.
Im Zentrum der Diskussionen steht aus Sicht des Iran das umstrittene Atomprogramm und die mögliche Lockerung der gegen das Land verhängten Sanktionen. Die Vereinigten Staaten hingegen pochen darauf, dass auch Themen wie das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von paramilitärischen Organisationen, darunter die Hamas, Hisbollah und die Huthi-Rebellen, auf der Agenda stehen. Diese Verhandlungen werden als äußerst sensibel betrachtet, insbesondere angesichts der erhöhten US-amerikanischen Militärpräsenz in der Region und der strikten Warnungen des damaligen US-Präsidenten Donald Trump, im Falle einer weiteren Eskalation härter durchzugreifen.