15. April, 2026

Politik

Iran weist Beteiligung an Attacke auf Exil-Journalisten zurück

Iran weist Beteiligung an Attacke auf Exil-Journalisten zurück

Angesichts der jüngsten Messerattacke auf einen Journalisten des Exil-Senders Iran International in London, bei der der Geschädigte Puria Serati Verletzungen am Bein davontrug, weist die Islamische Republik Iran jegliche Beteiligung von sich. Einem Vertreter der iranischen Botschaft in Großbritannien zufolge sind die Vorwürfe eines staatlich organisierten Attentats nicht haltbar. Dabei kritisierte die Staatliche Nachrichtenagentur Irna Journalisten des betroffenen Senders, diesen für antirepublikanische Propaganda zu nutzen.

Die Revolutionsgarden, eine aktivistische Eliteeinheit des Irans, gerieten ins Visier von Anschuldigungen, nachdem bekannt wurde, dass sie Journalisten und deren Angehörige bedroht haben sollen. Nobert Röttgen, CDU-Bundestagsabgeordneter und ehemaliger Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, spricht von direkter Gefährdung durch die Revolutionsgarden und fordert ein entschlosseneres Vorgehen von britischer und europäischer Seite.

Polizeiliche Ermittlungen, jetzt von der Anti-Terror-Einheit unter der Metropolitan Police übernommen, folgen auf eine Serie von gescheiterten Kidnapping- und Mordversuchen in der Vergangenheit, die sich gegen Kritiker der iranischen Regierung richteten. Die aggressive Atmosphäre hat zu Sicherheitsmaßnahmen des Senders geführt, welcher seinen Sitz nach Drohungen von London nach Washington verlegt hat.

Die Finanzierung des Senders selbst, der in Iran als Terrororganisation betrachtet wird, steht wiederholt im Diskurs. Berichte stellten früher Verbindungen zu einem saudischen Geschäftsmann mit Naheverhältnis zum Kronprinzen Mohammed bin Salman her. Diese wurden jedoch von Iran International mit Hinweis auf journalistische Integrität zurückgewiesen.