06. Februar, 2026

Politik

Internationale Verhandlungen in Abu Dhabi: Optimismus für zeitnahe Fortsetzung einer friedlichen Lösung

Die kürzlich in Abu Dhabi abgehaltenen diplomatischen Gespräche zwischen der Ukraine, Russland und den Vereinigten Staaten signalisieren eine Fortsetzung der Bemühungen zur Beendigung des anhaltenden Konflikts. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte die Erwartung, dass bald weitere Verhandlungen, möglicherweise in den USA, folgen werden. Ziel dieser seit Mittwoch in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate abgehaltenen Gespräche ist es, eine dauerhafte Friedenslösung zu finden. Selenskyj bekräftigte die Bereitschaft der Ukraine, sich an allen Gesprächsformaten zu beteiligen, die dem Frieden näher kommen könnten, und betonte, dass ein Ende des Krieges sicherstellen müsse, dass Russland für seine aggressive Haltung nicht belohnt wird.

Steve Witkoff, von Donald Trump als US-Sondergesandter eingesetzt, charakterisierte die Gespräche als konstruktiv, mit einem klaren Fokus auf der Entwicklung der Grundlagen für einen stabilen Frieden. Obwohl keine konkreten Details der Verhandlungen veröffentlicht wurden, wurde berichtet, dass Themen wie eine mögliche Waffenruhe und die Wiederaufnahme bilateraler militärischer Dialoge zwischen den USA und Russland im Mittelpunkt standen. Die Ukraine bleibt in Bezug auf ihre territoriale Integrität standhaft, während Moskau eine internationale Anerkennung der von ihm beanspruchten Gebiete anstrebt. Dieses strittige Thema dürfte eine zentrale Rolle in den Unterredungen am Golf gespielt haben.

Ein bedeutsames Resultat der Verhandlungen in Abu Dhabi war der Austausch von 157 gefangenen Soldaten zwischen Russland und der Ukraine, ein Schritt, den der US-Vertreter Witkoff als Beleg für die Effektivität diplomatischer Anstrengungen würdigte. Seit Beginn des Konflikts spielen die Vereinigten Arabischen Emirate eine vermittelnde Rolle und haben durch ihre mehrfachen Interventionen die Freilassung von insgesamt 5.000 Gefangenen ermöglicht.

Präsident Selenskyj gab überdies bekannt, dass die Ukraine das russische Raketentestgelände Kapustin Jar angegriffen hat, während die Hauptstadt Kiew mit erheblichen Infrastrukturproblemen konfrontiert ist. Über 1.100 Wohngebäude sind aufgrund eines zerstörten Heizkraftwerks im Winter ohne Heizung geblieben. Bürgermeister Vitali Klitschko warnte vor den fortbestehenden Härten, denen sich die Bewohner der betroffenen Stadtteile im eisigen Frost gegenübersehen werden. Vor diesem Hintergrund sieht sich die Ukraine weiterhin einer groß angelegten militärischen Herausforderung ausgesetzt und beschuldigt Russland, die Zivilbevölkerung durch Angriffe auf Versorgungseinrichtungen für Wasser, Strom und Heizung unter Druck setzen zu wollen.