29. November, 2025

Technologie

Innovative Kochroboter revolutionieren deutsche Küchen: Start-ups Circus Group und Goodbytz führen die Entwicklung an

Die Integration von Robotern in deutschen Küchen verlagert sich zunehmend aus dem Bereich der Science-Fiction in die Realität des Alltags. Angesichts des wachsenden Mangels an qualifizierten Fachkräften erkennen immer mehr Unternehmen das immense Potenzial, das diese technologische Innovation bietet. Insbesondere deutsche Start-ups wie die Circus Group und Goodbytz gehören zu den Pionieren dieser Transformation und gestalten durch ihre kreativen Ansätze die Automatisierung der Küchenarbeit maßgeblich mit.

Die Circus Group, die ursprünglich in Hamburg gegründet wurde und derzeit ihren Sitz in München hat, hat sich durch den Verkauf des hochmodernen Kochroboters CA-1 einen hervorragenden Ruf erworben. Der CA-1 verfügt über eine Vielzahl von Funktionen, darunter Roboterarme, ein Kühlsystem, Induktionstöpfe sowie eine eingebaute Spülmaschine. Mit einem Anschaffungspreis von etwa 250.000 Euro ist er ein beeindruckendes Beispiel für fortschrittliche Technik in der Küche. Besonders bemerkenswert ist die überwältigende Nachfrage nach diesem Produkt, die sich in einer fünfstelligen Zahl an Vorbestellungen widerspiegelt. Zu den prominenten Kunden zählen unter anderem die bekannte Dönerkette Mangal sowie Kantinen namhafter Unternehmen wie die Muttergesellschaft von Facebook, Meta. Der Unternehmensgründer Nikolas Bullwinkel hebt hervor, dass der Anspruch besteht, hochwertige Ernährung jederzeit und zu erschwinglichen Preisen verfügbar zu machen. Erste erfolgreiche Implementierungen in Rewe-Supermärkten und anderen Einrichtungen belegen die Wirksamkeit des Roboters.

Das ebenfalls 2021 in Hamburg gegründete Konkurrenzunternehmen Goodbytz verfolgt einen anderen Ansatz, indem es seine Kochroboter unter den Namen Felix, Alice und Eric im Mietmodell anbietet. Diese Technologie findet in über 25 Städten in Deutschland und Österreich ihren Einsatz. Eine besondere Innovation zeigt sich am Gesundheitszentrum des Universitätsklinikums Tübingen, wo Mitarbeiter dank der Roboter auch nach Schließung der regulären Kantinenzeiten warme Mahlzeiten erhalten können. Goodbytz ist überzeugt davon, dass das jährliche Umsatzpotenzial in der Gemeinschaftsverpflegung 300 Milliarden Euro erreichen kann. Der Mangel an Fachkräften sowie die wachsende Nachfrage nach gesundem Essen tragen stark zur Förderung der Automatisierung bei.

Sogar die Gewerkschaften erkennen das Potenzial der Robotisierung: Mark Baumeister von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sieht den Einsatz von Kochrobotern insbesondere in schwer besetzbaren Bereichen wie Raststätten als sinnvoll an. Entgegen weit verbreiteter Befürchtungen gibt es jedoch keinen Grund zur Annahme, dass Roboter menschliche Arbeitskräfte verdrängen könnten. In vielen Fällen dienen sie bereits als Unterstützung, beispielsweise in Funktionen wie Liefer- und Abräumdiensten.

Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband sowie der Bundesverband der Systemgastronomie erkennen die rasante Entwicklung der Technologie rund um Kochroboter. Mit der zunehmenden Verbreitung dieser innovativen Technik entsteht die Hoffnung, dass die Preise sinken und somit eine breite Akzeptanz bei gastronomischen Betrieben gefördert wird. Diese Fortschritte könnten einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen des Arbeitskräftemangels und der wachsenden Verbrauchernachfrage leisten und die Zukunft der Gastronomie nachhaltig prägen.