In einem jüngst veröffentlichten Bericht hat die indonesische Regierung weitere Einzelheiten zu ihrer Teilnahme an den geplanten Friedenstruppen im Gazastreifen offengelegt. Das Außenministerium hat klargestellt, dass die Rolle der indonesischen Einheiten überwiegend nicht-militärischer Natur sein wird. Ihre Hauptaufgaben bestehen in der Bereitstellung humanitärer Hilfe, der Durchführung von Stabilisierungsmaßnahmen sowie dem Zivilschutz. Darüber hinaus werden die Kräfte bei der medizinischen Versorgung, dem Wiederaufbau zerstörter Gebiete und der Ausbildung der palästinensischen Polizei eine Schlüsselrolle übernehmen. Der Einsatz von Gewalt durch indonesische Soldaten ist streng auf Fälle defensiver Maßnahmen und zur Sicherstellung ihrer Mission begrenzt.
Indonesien hat bekräftigt, dass die Kontrolle über die eigenen Truppen unabhängig bleiben wird, während es die Gesamtmission in Übereinstimmung mit der Resolution 2803 der Vereinten Nationen sowie sowohl internationalen als auch nationalen politischen Vorgaben genau abstimmen wird. Im Falle von Abweichungen von den festgelegten Einsatzbedingungen behält sich Indonesien das Recht vor, seine Truppen zurückzuziehen. Des Weiteren hat die indonesische Regierung unmissverständlich erklärt, dass sie alle Versuche, die auf der Zwangsumsiedlung von Palästinensern oder auf Veränderungen der demografischen Verhältnisse abzielen, entschieden ablehnen wird.
Die Stationierung der internationalen Stabilisierungstruppen, die als Teil eines Plans des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Erwägung gezogen wurde, hat zum Ziel, einen Beitrag zur Sicherheit und Stabilität im Gazastreifen zu leisten. Aktuell wird eine Stärke von 5.000 bis 8.000 indonesischen Soldaten diskutiert, wobei die genaue Zahl der erforderlichen Truppen noch nicht festgelegt ist. Berichten zufolge soll das erste Treffen des umstrittenen „Friedensrats“ am 19. Februar in Washington stattfinden. Der genaue Zweck und die genauen Aufgaben der internationalen Truppen bleiben derweil noch unbeantwortet.