10. Mai, 2026

Wirtschaft

Indien öffnet Türen: 100% Auslandsinvestitionen im Versicherungssektor

Indien öffnet Türen: 100% Auslandsinvestitionen im Versicherungssektor

Die indische Regierung plant tiefgreifende Veränderungen im Versicherungssektor und strebt eine Erhöhung des Auslandsinvestitionslimits (FDI) von bisher 74% auf 100% an. Diese Reform könnte den Markt insbesondere für ausländische Investoren attraktiver gestalten und das Wachstum der Branche vorantreiben. Neben der Anhebung des FDI-Limits erwägt die Regierung, Versicherungsunternehmen die Möglichkeit zu geben, verschiedene Klassen von Versicherungsprodukten und Dienstleistungen anzubieten. Dies könnte zu einer breiteren Palette von Angeboten führen und die Marktvielfalt erhöhen. Ein weiterer zentraler Vorschlag zielt darauf ab, die erforderlichen Eigenmittel für ausländische Rückversicherer von 50 Milliarden Dollar auf 10 Milliarden Dollar zu senken. Dadurch soll der Sektor zugänglicher für ausländische Investoren werden. Außerdem sollen die Mindestkapitalanforderungen für Versicherer, die un- oder schlecht versorgte Marktsegmente anvisieren, auf mindestens 500 Millionen Dollar festgelegt werden. Die Regierung lädt die Öffentlichkeit dazu ein, bis zum 10. Dezember 2024 Stellungnahmen zu den vorgeschlagenen Änderungen der betreffenden Gesetze abzugeben, wie dem Insurance Act von 1938 und weiteren. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Reichweite und Erschwinglichkeit von Versicherungen zu verbessern und gleichzeitig die Modernisierung der Branche zu fördern. Diese Initiative ist Teil eines umfassenden Plans, der unter dem Motto "Versicherung für alle bis 2047" steht. Laut dem Wirtschaftsbericht 2023-24 sank die Versicherungsdurchdringung in Indien im Finanzjahr 2023 geringfügig. Die Lebensversicherungen gingen von 3,2% auf 3% zurück, während die Nicht-Lebensversicherungen stabil bei 1% blieben.