Der Bedarf an Büroflächen nimmt durch die zunehmende Etablierung von Homeoffice-Plätzen spürbar ab. Laut einer aktuellen Erhebung des Ifo-Instituts haben bereits 6 Prozent aller Unternehmen ihre Büroflächen reduziert. Zudem planen weitere 8 Prozent der Firmen eine Anpassung ihrer Büroflächen innerhalb der nächsten fünf Jahre. Die langfristige Prognose des Instituts deutet auf einen Nachfragerückgang von rund 12 Prozent hin, wie Ifo-Forscher Simon Krause erläutert. Seit 2022 arbeitet ein Viertel der deutschen Beschäftigten regelmäßig von zu Hause aus. Trotz Bemühungen einzelner Unternehmen, ihre Mitarbeiter zurück ins Büro zu holen, setzt sich das Homeoffice als Arbeitsmodell zunehmend durch. „Die Unternehmen passen daher schrittweise ihren Büroflächenbedarf an“, erklärt Krause. Besonders betroffen seien Dienstleister und Großunternehmen, die traditionell den größten Teil der Büroflächen beanspruchen. Angesichts langfristiger Mietverträge lässt sich dieser Trend jedoch nur verzögert beobachten. Es bleibt abzuwarten, wie dynamisch der Strukturwandel im Immobilienmarkt voranschreitet und welche weiteren Anpassungen sich daraus ergeben.
Wirtschaft
Immobilienmarkt im Wandel: Homeoffice prägt Büroflächenbedarf