Die US-amerikanische Steuerbehörde IRS steht vor einem Paradigmenwechsel, da politische Beobachter über anstehende Veränderungen sprechen. Sollten nicht bald gesetzliche Bestimmungen die Bereitstellung von 20 Milliarden USD ermöglichen, könnte laut Wally Adeyemo, dem stellvertretenden Finanzminister, die Fähigkeit der Behörde zur Einnahmesteigerung und zur Verbesserung des Kundenservices dramatisch sinken.
Unter der neuen Trump-Regierung wird erwartet, dass der Fokus der IRS sich von einer reinen Steuerrevisionsbehörde zu einem kundenorientierten Dienstleister wandelt. Ryan Ellis vom Center for a Free Economy betonte, dass sich die Haltung von 'schuldig bis bewiesen unschuldig' ändern müsse. Dies stieß auf Zuspruch bei einigen Republikanern, die zumindest Verbesserungen im Bereich des Kundenservices befürworten.
Bereits seit der Verabschiedung des Inflation Reduction Act hat die IRS Fortschritte gezeigt. Sie führte Audits bei großen Partnerschaften durch und konnte über eine Milliarde US-Dollar von säumigen Steuerzahlern eintreiben. Dennoch wurde nur ein Bruchteil der zur Verfügung stehenden Mittel ausgegeben, und das Risiko eines finanziellen Verlustes beunruhigt die Behörde.
Scott Bessent wurde als zukünftiger Finanzminister auserkoren und könnte entscheidende Änderungen beim IRS einleiten. Dabei wäre eine Neuausrichtung der Prüfungsprioritäten, die unter Janet Yellen eingeführt wurden, möglich. Dies könnte laut Experten zu einem verstärkten Fokus auf den Mittelstand führen.
Charles Rettig, ehemaliger IRS-Kommissar, betonte, dass die Behörde sich an wechselnde Finanzierungsbedingungen anpassen könne, gegebenenfalls mit einer stärkeren Nutzung von Technologie. Doch der Einfluss der Politik auf Prüfungsstrategien könnte langfristige Konsequenzen haben. Steuervollzugsmaßnahmen und die Effizienz der Behörde stehen zusätzlich unter Beobachtung von Steuerprofis, wie Robert Kovacev, die das Potenzial für Veränderungen in der Prüfungsintensität erkennen.