Ikea Deutschland blickt trotz einer Umsatzdelle auf ein bemerkenswert robustes Geschäftsjahr zurück. Das Unternehmen musste ein Minus von 4,3 Prozent hinnehmen, was zu Erlösen von 6,16 Milliarden Euro führte. Dennoch markiert dies das zweiterfolgreichste Jahr für die Schweden hierzulande, wo sie auch weiterhin den Markt dominieren. Die Herausforderungen sind vielfältig: Hohe Inflation, steigende Zinsen und eine verhaltene Konsumnachfrage werden als Ursachen für den Rückgang im Geschäftsjahr 2023/2024 genannt. Ein globaler Umsatzrückgang um 5,3 Prozent auf 45,1 Milliarden Euro wurde ebenfalls gemeldet, was Ikea vor allem auf Preissenkungen bei zentralen Produkten zurückführt. Deutschland behauptet seine Stellung als der ergiebigste Markt unter 63 internationalen Standorten. Um sich für die Zukunft zu rüsten, plant Ikea, in allen Vertriebskanälen besser erreichbar zu sein, die Nachhaltigkeit zu fördern und weiterhin erschwingliche Preise anzubieten. Besondere Wachstumsimpulse erhält Ikea mittlerweile aus dem Online-Geschäft, das nun etwa ein Viertel des Umsatzes in Deutschland ausmacht. Hier schnellen die Besucherzahlen um 15 Prozent auf 252,6 Millionen in die Höhe, während die Frequenz in den Filialen mit 79,5 Millionen Besuchern um 2,9 Prozent sank. Interessanterweise liegt der durchschnittliche Einkaufswert online mit 217,31 Euro fast doppelt so hoch wie im Ladengeschäft mit 108,98 Euro. Bemerkenswert ist auch, dass das Segment Ikea Food mit 266 Millionen Euro Umsatz ein leichtes Minus von 0,6 Prozent verzeichnet, nachdem es im Vorjahr noch kräftig gewachsen war.
Wirtschaft
Ikea trotzt Umsatzrückgang mit digitalem Wachstumsschub