05. März, 2026

Politik

Humanitäre Hilfe für Gaza: Biden fordert ausgeweitete Unterstützung

Humanitäre Hilfe für Gaza: Biden fordert ausgeweitete Unterstützung

Inmitten anhaltender Spannungen im Nahost-Konflikt hat US-Präsident Joe Biden die Notwendigkeit betont, den humanitären Beistand für den abgeschotteten Gazastreifen zu verstärken. Im Zuge bevorstehender Krisengespräche appellierte Biden in einem Telefonat an den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu, die bereits in Gang gesetzten Hilfsmaßnamen auszubauen und in enger Kooperation mit Hilfsorganisationen zu agieren. Das Weiße Haus berichtete, dass der US-Präsident auf die geplanten neuen Grenzübergänge im Norden Israels verwies, die in der aktuellen Woche ihre Pforten öffnen sollen.

Das israelische Militär bekämpft seit Oktober im mittelmeerischen Gaza die Hamas. Internationale Instanzen wie die Vereinten Nationen üben Druck auf Israel aus, um eine verstärkte Zulassung humanitärer Lieferungen in das umkämpfte Gebiet zu gewährleisten. Die Effektivität der israelischen Bemühungen, die Grenzübergänge für Hilfsgüter zu öffnen, wurde allerdings durch die Vereinten Nationen bestätigt, welche zugleich weitere Maßnahmen zur Erleichterung der Lage fordern.

Im saudischen Riad stehen neue Gespräche westlicher und arabischer Diplomaten, inklusive der US-amerikanischen und deutschen Außenminister Antony Blinken und Annalena Baerbock, auf dem Plan, die eine Waffenruhe im Gaza-Konflikt und die Freilassung von Geiseln der Hamas zum Ziel haben. Parallel dazu wird erwartet, dass die Hamas in Kairo ihre Reaktion auf einen Friedensvorschlag präsentiert.

Die Gesprächspartner Biden und Netanjahu haben zudem die Situation der Stadt Rafah thematisiert, die nahe der ägyptischen Grenze liegt und mit Flüchtlingen überlastet ist. Der US-Präsident wiederholte dabei die gewichtige Warnung der USA an Israel, eine umfassende Offensive in Rafah zu vermeiden. Israels Außenminister Israel Katz signalisierte die Bereitschaft, militärische Aktionen dort zu verschieben, sollte eine Einigung über Geiseln erzielt werden. Die Bemühungen dazu waren bisher jedoch erfolglos, wie Biden in Bezug auf eine gemeinsame Erklärung mit anderen Staatsführern erläuterte, in der die Hamas zur unvermittelten Freilassung der Geiseln aufgerufen wird, um den Weg für einen Waffenstillstand und Erleichterungen für die Bevölkerung in Gaza zu ebnen.