12. Februar, 2026

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Hopf & Kettner: Neuer Podcast von Philip Hoss liefert spektakuläre Vorwürfe – Ein investigativer Blick

Mit „Hopf & Kettner“ startet Philip Hoss ein neues Podcast-Format – und wählt direkt ein hochbrisantes Thema. Die erste Folge zu den Epstein-Akten erreicht über 213.000 Aufrufe und wirft Fragen auf: Aufklärung oder kalkulierte Provokation?

Hopf & Kettner: Neuer Podcast von Philip Hoss liefert spektakuläre Vorwürfe – Ein investigativer Blick
Über 213.000 Aufrufe: Der neue Podcast von Philip Hoss sorgt mit Epstein-Thesen für Diskussionen – was steckt dahinter?

Am 8. Februar 2026 startete der neue YouTube-Podcast Hopf & Kettner mit einer Premiere, die in der deutschsprachigen Finanz- und Medienwelt Aufmerksamkeit erregte: Die erste Folge erzielte über 213.000 Aufrufe – ein beachtlicher Start für ein neues Format.

Gastgeber Philip Hoss und Co-Moderator Dominik Kettner thematisieren darin die sogenannten Epstein-Akten – einen Komplex aus Millionen Seiten US-Behördenunterlagen rund um den verstorbenen US-Finanzier Jeffrey Epstein.

Titel der Folge:

„Willkommen zur allerersten Folge von Hopf & Kettner!“

Das selbstbewusste Opening verspricht „keine Tabus“, doch was steckt hinter der viral gehypten Episode? Und wie ist der Inhalt journalistisch einzuordnen?

Hopf & Kettner | Der unzensierte Podcast
Philip Hopf und Dominik Kettner sprechen Klartext über Politik, Geopolitik, Wirtschaft und die Themen, die andere meiden. Ungeschönt, provokant und immer auf den Punkt.

1. Inhalt der ersten Folge: Was wird behauptet?

In der Premiere besprechen Hoss und Kettner die Veröffentlichung von 3,5 Millionen FBI-Seiten, die im Zuge der Ermittlungen um Epstein öffentlich geworden sein sollen. In der Ankündigung und im Verlauf der Folge fallen Namen wie:

  • Donald Trump
  • Bill Clinton
  • Bill Gates
  • Prinz Andrew

Die Moderator:innen stellen die Frage: Warum kommt jetzt „alles ans Licht“?
Diese zentrale Fragestellung steht im Mittelpunkt des Formats: Eine angebliche Enthüllung soll das „Establishment erschüttern“.

Kernpunkte des Gesprächs:

  • Epstein und sein Netzwerk: Rückblick auf die Verhaftung, Anklagen und den Tod.
  • Mediale Kritik: Zweifel daran, ob die Mainstream-Medien umfassend über die Akten berichtet haben.
  • Zugang zu Dokumenten: Diskussion darüber, welche Papiere wirklich öffentlich sind und was sie (nicht) belegen.
  • Spekulationen über politische Verflechtungen: Die Gesprächsdynamik bewegt sich zwischen historisch belegten Fakten und Interpretationsfragen.

Wichtig: Ein Großteil der Podcast-Argumentation basiert nicht auf eigenen Ermittlungen, sondern auf bereits öffentlich verfügbaren Materialien und teils sekundären Medienberichten.

2. Einordnung: Fakt, Kontext und Spekulation

a) Was ist belegt?

Es steht außer Frage, dass:

  • Jeffrey Epstein tatsächlich über Jahre strafrechtlich verfolgt wurde.
  • Seine Verbindungen zu unterschiedlichen Persönlichkeiten öffentlich dokumentiert sind.
  • FBI-Dokumente und Gerichtsakten im Laufe der Zeit freigegeben wurden.

Diese Tatsachen sind unabhängig von Hopf & Kettner belegbar und Gegenstand zahlreicher journalistischer Recherchen in den USA.

b) Was bleibt Spekulation?

In der Podcast-Episode werden mehrere inhaltliche Brücken gebaut, die über das belegte Material hinausgehen:

  • Die Suggestion, die Akten enthielten „geheime Enthüllungen, die das Establishment erschüttern“, bleibt anhand der öffentlich verfügbaren Dokumente nicht eindeutig belegbar.
  • Die Verknüpfung einzelner prominenter Namen mit strafrechtlichen Vorwürfen ohne eindeutige Quellen zieht die Grenze zwischen Analyse und Spekulation in den Bereich der Interpretations-Diskussion.
  • Der Eindruck von „Verschleierung“ oder gezielter Zurückhaltung der Medien wird nicht mit empirischen Belegen untermauert.

Aus journalistischer Sicht sind diese Punkte kritisch zu hinterfragen, weil sie leicht zu Missverständnissen oder Überinterpretationen führen können.

3. Der Stil des Podcasts: Provokation als Marke?

Bereits die YouTube-Ankündigung legt nahe, dass Hopf & Kettner sich bewusst an der Grenze zwischen klassischer Berichterstattung und populärer Aufmerksamkeitsstrategie bewegt. Aussagen wie „niemand bleibt verschont“ erinnern an provokative Titel von Talk-Shows oder Clickbait-Formulierungen.

Zugleich weist der Podcast einige Merkmale auf:

  • Direkte Ansprache des Publikums
  • Emotionale Fragen statt nüchterner Analyse
  • Mischung aus belegbaren Fakten und offenen Interpretationen

Das ist nicht per se falsch – Podcasts sind kein Ersatz für investigative Recherche – jedoch sollte die Differenzierung zwischen belegtem Wissen und eigener Interpretation klarer herausgearbeitet werden.

4. Verantwortung in der Informationsvermittlung

In einer Zeit, in der Falschinformationen schnell viral gehen und das Vertrauen in Medien ohnehin schwankt, stellt sich eine zentrale Frage:

Welche Verantwortung tragen Podcaster wie Hoss & Kettner, wenn sie komplexe Themen mit potenziell politischer und gesellschaftlicher Relevanz behandeln?

Sorgen bereiten:

  • Die Vermischung von belegten Fakten und spekulativen Narrativen.
  • Die suggestive Rhetorik, die Hörer in bestimmte Richtungen lenken kann.
  • Der geringe Hinweis auf Quellenqualität oder Kontextualisierung.

Kritische Zuhörer:innen und Medienexpert:innen betonen, dass Transparenz über Quellen und klare Trennung zwischen belegbaren Informationen und Kommentierung essentiell sind – gerade bei sensiblen Themen.

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Viel Lärm – aber wenig belastbare Erkenntnisse?

Hopf & Kettner startet mit einer Folge, die rhetorisch aufgeladen, thematisch brisant und inhaltlich streitbar ist. Der Erfolg auf YouTube zeigt, dass es ein Publikum für solche Formate gibt. Doch aus investigativer, journalistischer Perspektive bleibt festzuhalten:

Die besprochenen Dokumente existieren.
Die behaupteten „Enthüllungen“ werden nicht eindeutig belegt.
Teile der Argumentation bewegen sich im Bereich von Interpretationen und Spekulationen.

Ein starkes Debut, aber eines, das mehr kritische Einordnung und Quellenarbeit vertragen könnte – statt Polarisierung allein.

Wer sind Philip Hoss und Dominik Kettner?

Philip Hoss

Philip Hoss ist Unternehmer, Investor und Medienmacher im deutschsprachigen Raum. Bekannt wurde er als Mitgründer des Formats „Hoss & Hopf“, das sich mit Finanzmärkten, geopolitischen Entwicklungen und makroökonomischen Trends beschäftigte.

Hopf & Kettner | Der unzensierte Podcast
Philip Hopf und Dominik Kettner sprechen Klartext über Politik, Geopolitik, Wirtschaft und die Themen, die andere meiden. Ungeschönt, provokant und immer auf den Punkt.

Sein Fokus liegt auf Kapitalmarktanalyse, Vermögensschutz und strategischer Positionierung in Krisenzeiten. In seinen bisherigen Projekten kombinierte Hoss Marktkommentare mit gesellschaftspolitischen Einschätzungen – häufig pointiert und mit klarer Haltung.

Mit dem neuen Podcast „Hopf & Kettner“ positioniert er sich erneut als Kommentator wirtschaftlicher und geopolitischer Entwicklungen, diesmal in einem neuen inhaltlichen Rahmen.

Dominik Kettner

Dominik Kettner ist Unternehmer und Geschäftsführer eines Edelmetallhandelsunternehmens. Sein Schwerpunkt liegt auf Vermögenssicherung durch physische Werte wie Gold und Silber.

In der Finanz-Community ist er insbesondere durch seine Marktanalysen im Bereich Edelmetalle und Krisenvorsorge bekannt. Seine Perspektive ist stark auf Inflationsschutz, Währungsrisiken und geopolitische Unsicherheiten ausgerichtet.

Im Podcast „Hopf & Kettner“ bringt Kettner diese Expertise ein und ergänzt Hoss’ Perspektive um einen praktischen Fokus auf Sachwerte und Vermögensabsicherung.

Ausblick

Es bleibt spannend zu beobachten:

  • Ob kommende Folgen des Podcasts Quellen sauberer verifizieren.
  • Wie seriöse Medien die dort aufgeworfenen Fragen aufgreifen oder widerlegen.
  • Ob Hoss & Kettner weiterhin zwischen Unterhaltung und Faktenvermittlung balanciert – oder klarere journalistische Standards setzen.
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