02. Januar, 2026

Märkte

Historisches Comeback: Deutsche Stahlindustrie verzeichnet ein starkes erstes Quartal

Die führenden deutschen Stahlunternehmen, Salzgitter und Thyssenkrupp, haben ihren bemerkenswerten Wachstumskurs fortgesetzt und starten dynamisch in das Jahr 2026. Salzgitter verzeichnete einen beeindruckenden Kursanstieg von nahezu 8 Prozent, der den Aktienkurs auf ein neues Hoch von 43,28 Euro ansteigen ließ, das höchste Niveau seit April 2022. Thyssenkrupp konnte ebenfalls an diesem positiven Trend partizipieren und steigerte seinen Aktienkurs um über 4 Prozent auf 9,67 Euro. Dieser Anstieg positionierte die Aktie in der Nähe des oberen Endes der derzeitigen Handelsspanne, was auf eine stabile Performance hindeutet.

Im Jahr 2025 erlebten die Salzgitter-Aktien einen signifikanten Aufwärtstrend mit einem Kurszuwachs von beeindruckenden 153 Prozent, wodurch sie den dritten Platz im SDax-Nebenwerte-Index erreichten. Beide Unternehmen profitieren von positiven Prognosen hinsichtlich einer Revitalisierung der deutschen Wirtschaft sowie von den geplanten Schutzmaßnahmen der EU-Kommission zugunsten der europäischen Stahlindustrie. Besonders hervorgehoben wird der Schutz gegen Billigimporte von subventioniertem chinesischem Stahl, was den europäischen Markt stabilisieren soll. Salzgitter erfährt zusätzlichen Auftrieb durch die kürzlich erfolgte Zertifizierung als Hersteller von Panzerstahl, was neue Möglichkeiten im Rüstungssektor eröffnet hat.

Ein weiterer Wachstumsimpuls resultiert aus der positiven Entwicklung von Aurubis, an dem Salzgitter knapp 30 Prozent beteiligt ist. Die steigende Nachfrage nach Kupfer, das als wichtiger Rohstoff für erneuerbare Energietechnologien und die Elektrofahrzeugproduktion gilt, konnte dem Hamburger Unternehmen ein neues Rekordhoch zum Jahreswechsel bescheren. Mit einem Aktienkurs von 125,40 Euro sicherte sich Aurubis zuletzt einen soliden Gewinnzuwachs von fast einem Prozent.

Thyssenkrupp setzte im Jahr 2025 neue Benchmarks mit einem Kursanstieg von fast 215 Prozent im MDax. Dies ist sowohl eine Folge der positiven wirtschaftlichen Aussichten als auch der erfolgreichen Abspaltung des Marineschiffbauzweigs, der unter dem Namen TKMS operiert und durch den aktuellen Rüstungsboom zusätzliche Aufmerksamkeit erfuhr.

Auch der globale Stahlriese ArcelorMittal konnte von den positiven Marktbedingungen profitieren. Die Aktien des Unternehmens stiegen an der Euronext um etwa ein Prozent, was im Kontext der kräftigen Gewinne des Vorjahres zu bewerten ist. Diese Entwicklungen verdeutlichen die starke Erholung und das Vertrauen der Investoren in die Stahlbranche.